Bislang musste der Blick freigehalten werden

Plettenbergs schönste Panoramen: Jetzt mit acht Meter hohem Bau-Schild - Geschäftsleute irritiert 

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Die Christuskirche einmal ohne und einmal mit Baustellenschild.

Plettenberg - Bevor  nachfolgend  erklärt wird, warum es in der Plettenberger Fußgängerzone am Montagmittag kurzfristig „dunkel“ wurde, sei daran erinnert, welch große Bedeutung die Sichtachse vom Maiplatz zur Christuskirche hat.

Gut zu erkennen ist die Sichtachse im linken Bild.  Genau deshalb wurden die Bänke in der Fußgängerzone neu platziert. Und auch der Vier-Täler-Brunnen, der für 245.000 Euro umgebaut wird, soll die Sichtachse möglichst wenig stören. Warum am Montag ein acht Meter (!) hohes und vier Meter breites Hinweisschild zur Innenstadtsanierung genau in dieser Sichtachse montiert wurde, warf bei einigen Passanten Fragen auf.

 Direkt vor dem Vier-Täler-Brunnen soll das Schild nach unseren Informationen bis zum Abschluss der Innenstadtsanierung (bis 2022) stehen bleiben, was bei den umliegenden Geschäftsleuten für Kopfschütteln sorgte. Aufgestellt wurde das Schild mit einem Kranwagen von den Lennestädter Firmen Berg und Dias-Werbung. Warum der Plan genau dort aufgestellt wurde, beantwortete Bauamtsleiter Sebastian Jülich  auf Nachfrage von Redakteur Georg Dickopf.

Das Zeitraffer-Video vom Aufbau, das uns Dias-Werbung freundlicherweise zur Verfügung stellte,  

 zeigt die Installation vor dem vier-Täler-Brunnen. 

Warum wurde das Werbeschild erst ein halbes Jahr nach dem Spatenstich aufgestellt? 

Sebastian Jülich: Dabei handelt es sich nicht um ein Werbeschild, sondern um das bei Baustellen dieses Umfanges übliche Baustellenschild. So etwas gibt es zum Beispiel bei besonders wichtigen Baumaßnahmen und/oder wenn die Maßnahme mit Fördergeldern unterstützt wird. Dann ist auch auf den Fördergeber (hier im oberen Abschnitt geschehen) hinzuweisen. Ein solches Baustellenschild bzw. sogar zwei standen auch an der Waterkant. Das ist nichts Ungewöhnliches. Das Schild ist bei der Firma Boymann im Auftrag enthalten und wurde im Zuge der Ausschreibung zur Innenstadtsanierung mit ausgeschrieben. 

Warum wurde das Schild erst jetzt aufgebaut? 

Mit dem Aufbau wollten wir abwarten, bis der Telekom-Ausbau definitiv abgeschlossen war und am Standort nicht noch einmal ein Kabel freigelegt werden musste (an anderen Stellen so geschehen). Auch hat sich die Montage so etwas verzögert. 

Warum wurde das Schild genau dort aufgestellt? 

Der Standort am Obertor wurde gewählt, da das Schild dort möglichst lange stehen kann (bis zum Ende der Baumaßnahme – das ist laut Bauzeitenplan der letzte Abschnitt), die Straße dort ausreichend breit ist (es steht nicht im Weg und auch nicht in Sichtbeziehungen) und alle Passanten, die vom Maiplatz aus in die Wilhelmstraße gehen, gleich das Schild sehen können. Auch steht es direkt vor dem Brunnen und ist damit nicht ein neuer Einbau in der Straße. 

Wer hat das Schild in Auftrag gegeben? 

Der Entwurf für das Schild stammt vom Planungsbüro bbz. Der Plan schafft eine Übersicht, in welchen Straßen der Innenstadt gearbeitet wird. Das Schild ist vier Meter breit und hängt in drei Meter Höhe. Die Straße dort ist 14 Meter breit, eine Beeinträchtigung der Sicht auf die Christuskirche oder die angrenzenden Geschäfte gibt es dadurch nicht.

 Wurden die Geschäftsleute vorher gefragt?

 Da das Schild mitten auf der Straße und nicht vor einem Geschäft steht, war eine Abstimmung nicht erforderlich.


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