Viele Jahre an der Martin-Luther-Schule tätig

Abschied von Bärbel Pröpper

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Viele bunte Luftballons wurden von den Schülerinnen und Schülern der Martin-Luther-Schule gen Himmel geschickt, passend zum Lied „99 Luftballons“ von Nena, das für die Verabschiedung umgedichtet wurde.

Plettenberg - Ich weine nicht, weil mir das Lied nicht gefallen hat, sondern weil ich so gerührt bin“, freute sich Bärbel Pröpper am Donnerstag auf dem Schulhof der Martin-Luther-Grundschule. Sie wurde in  den Ruhestand verabschiedet.

Die kommissarische Schulleiterin wischte sich immer wieder einige Freudentränen von der Wange, denn die Schüler aller vier Jahrgänge hatten sich zuvor um die Lehrerin versammelt, um das Lied „99 Luftballons“ zu singen. Anlässlich der Verabschiedung der Klassenlehrerin der 4b hatten die Kinder eine Überraschung vorbereitet, um Bärbel Pröpper mit einer umgedichteten Version zu überraschen.

 „99 Tafelglotzer, liebe Schüler und auch Protzer, machtest du zu schlauen Leuten, die sich über dich stets freuten!“, hieß es in dem Lied, das die lange Laufbahn der Lehrerin bestens wiedergab. Nadja Spannagel vom Schulstandort Oestertal hatte sich den Songtext überlegt, den die Schüler freudestrahlend mitsangen und passend dazu klatschten.

 Seit dem 30. Januar 1979 unterrichtet Bärbel Pröpper an der Martin-Luther-Schule. Mehr als 300 Kindern brachte sie das Lesen, Schreiben und Rechnen bei – eine beachtliche Zahl. Am 1. August 1996 wurde sie zur Konrektorin der Grundschule. Vor eineinhalb Jahren übernahm Pröpper dann die kommissarische Schulleitung. 

„Das war mit Sicherheit nicht immer eine leichte Aufgabe, dennoch hast du diese Arbeit immer gut gemacht und hast den Spaß bei der Arbeit nicht verloren. Dafür danken wir dir recht herzlich!“, so Lehrer Carsten Neumann, der die Moderation bei der Verabschiedungs-Überraschung übernommen hatte. 

Anschließend kam je ein Vertreter aller Klassen nach vorn, um Bärbel Pröpper einen Gegenstand für ihren Reisekoffer zu schenken, den sie zuvor von der 1a erhalten hatte. Dieser sollte sie stets auf ihrer weiteren Reise durch den neuen Lebensabschnitt begleiten und sie natürlich auch an ihre Vergangenheit erinnern, denn: „Ich hoffe, du vergisst uns nicht!“, gab ihr eine Schülerin aus ihrer eigenen Klasse – der 4b, mit auf den Weg, was Pröpper direkt mit einem Kopfschütteln beantwortete und wieder zu ihren Taschentüchern griff. 

„Es ist natürlich kein leichter Abschied nach so vielen Jahren“, gab sie zu, dennoch freue sie sich auch über die bevorstehende Rentenzeit. „Ich habe mir nichts Konkretes vorgenommen. Ich bin einfach erst einmal froh, wenn der Druck weg ist – darauf freue ich mich besonders“, so die Lehrerin. 

„Gereist bin ich immer schon viel, deshalb wird das ganz vorne mit dabei sein“, verrät sie anschließend. „Eines sollst du sicher wissen, wir werden dich hier sehr vermissen! Dein Platz im Lehrerzimmer leer, kein ,Guten Morgen’, Frau Pröpper mehr. Jetzt gehst du in die letzten Runden, die in der Schule vor dir liegen. Hab nen Luftballon gefunden, denk an dich und lass ihn fliegen!“ 

Mit diesen letzten Zeilen des umgedichteten Liedes ließen die Schüler ihre bunten Ballons gen Himmel steigen – und Bärbel Pröpper entließen die Lehrerin somit nicht nur symbolisch in ihren wohlverdienten Ruhestand.

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