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97-Tonnen-Fracht: Firma im Mk mit Bekenntnis zum heimischen Standort

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Von: Dirk Grein

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Geschäftsführer Berthold Repgen (rechts) und Andre Rauterkus, Leiter Betriebstechnik (links), nahmen die neue Schabotte in Empfang und betrachteten sie aus der Nähe.
Geschäftsführer Berthold Repgen (rechts) und Andre Rauterkus, Leiter Betriebstechnik (links), nahmen die neue Schabotte in Empfang und betrachteten sie aus der Nähe. © Grein, Dirk

Drei mächtige, rote Kranarme überragten am Mittwochvormittag die Dächer der Firma Frauenthal Powertrain.

Dort wurde kurz nach dem Start ins neue Geschäftsjahr ein wichtiges Puzzleteil für den Maschinenpark verladen, das die Produktion am Standort in Kückelheim langfristig sichern soll: eine Schabotte.

Stolze 97 Tonnen wog die Fracht aus Stahlguss, die in der Nacht zuvor größtenteils über Landstraßen aus Richtung Venlo kommend nach Plettenberg transportiert worden war. Die Schabotte – eine Art Amboss-Unterbau eines Schmiedehammers – war im spanischen Bilbao gefertigt und zunächst auf dem Seeweg nach Zeebrugge in Belgien verschifft worden. Von dort ging es für den Schwerlasttransport über die Straße weiter bis ins Sauerland, wo er (ohne die gesperrte Autobahn A 45 nutzen zu können) in der Nacht auf Mittwoch eintraf.

Die Firma Dunkel Autokran im Dreifach-Einsatz: Die insgesamt 97 Tonnen schwere Fracht wird zwischen den Werkshallen abgestellt.
Die Firma Dunkel Autokran im Dreifach-Einsatz: Die insgesamt 97 Tonnen schwere Fracht wird zwischen den Werkshallen abgestellt. © Grein, Dirk

Drei Schwerlastkrane im Einsatz

Kurz darauf brachten Mitarbeiter der Firma Dunkel Autokran aus Herscheid drei ihrer Fahrzeuge (ein 130 Tonnen- sowie zwei 90-Tonnen-Krane) zwischen den Frauenthal-Betriebshallen in Stellung. Zunächst hoben sie die Schabotte von dem Schwertransporter und setzten diese kurz ab. Die ursprüngliche Planung, die gewichtige Fracht aufzurichten, musste allerdings verworfen werden, weil die Maschinen an ihre Belastungsgrenzen stießen.

„Das holen wir dann im Frühjahr im Zuge des Einbaus nach“, erklärte Berthold Repgen, Geschäftsführer der Firma Frauenthal Powertrain. Er ergänzte, dass die Schabotte eine Ersatzbeschaffung sei; an dem Vorgänger seien Risse aufgetreten. Diese seien nach jahrzehntelanger, dauerhafter Nutzung des Schmiedehammers üblicher Verschleiß.

Risse am Vorgänger wurden repariert

Damit die Produktion nicht stillstand, wurden die Risse an der alten Schabotte vorübergehend repariert. Mit Erfolg: Die Maschine sei zurzeit sehr gut ausgelastet, betonte der Geschäftsführer.

Damit das dauerhaft so bleibt, wurde ein mittlerer sechsstelliger Eurobetrag in die Neuanschaffung investiert. Das sei ein deutliches Ausrufezeichen und zugleich ein Bekenntnis zum Standort Kückelheim, hob Repgen hervor. Hier sollen auch in den nächsten Jahrzehnten schwere Pleuelstangen – insbesondere für den Bereich der Lkw-Motoren – und Schmiedeteile in derselben Gewichtsklasse produziert werden.

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