3500 Euro für eine Streuobstwiese: Hier fließen die Leader-Mittel hin


Am Bürgerhaus Bremcke, das über 160 Jahre als Schule gedient hatte, soll mit Leader-Fördermitteln eine Streuobstwiese angelegt werden.
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Am Bürgerhaus Bremcke, das über 160 Jahre als Schule gedient hatte, soll mit Leader-Fördermitteln eine Streuobstwiese angelegt werden.

Grund zur Freude für die Bremcker: Die Anlage einer Streuobst-Wiese am Bürgerhaus wird mit Leader-Mitteln in Höhe von 3 500 Euro bezuschusst.

Plettenberg - Das Gebäude wird seit 30 Jahren als Bürgerhaus genutzt, unter anderem proben dort mehrere Chöre. Als vor zwei Jahren eine gründliche Renovierung des Gebäudes anstand, da habe das dem Gemeinsinn im Dorf gut getan, schilderte Jürgen Rath bei der Vorstellung dieses Projektes. „Man traf sich wieder.“

Gemeinsam pflanzen, pflegen, ernten und verwerten – so stellt Rath sich das Projekt vor: „Kern der Maßnahme ist das gemeinsame Tun.“ Geplant ist der Anbau alter und regionaltypischer Sorten. Das Naturschutzzentrum hat den Bremckern bereits Unterstützung zugesagt. Bei den Mitgliedern der Aktionsgruppe stieß das Projekt auf Gegenliebe, sie bewilligten den beantragten Zuschuss in Höhe von 3 500 Euro.

Deutlich mehr Geld fließt nach Finnentrop. 22 750 Euro gibt es für die Teilnahme mehrerer Ortsteile an der Initiative Digitales Dorf, die eine Professionalisierung der Internetauftritte von Dörfern zum Ziel hat. 63 700 Euro bekommt der Sportverein Blau Weiß Hülschotten, der damit einen angepachteten Ascheplatz zu einem Mehrgenerationen-Sportpark umbauen möchte.

Die Naturfreunde in Altena-Evingsen können sich auf Fördergelder in Höhe von knapp 11 000 Euro freuen: Die „Lokale Aktionsgruppe“ der Leader-Region Lenneschiene beschloss während einer Sitzung in der Burg Holtzbrinck, mit diesem Betrag einen neuen Zugang zu den Schlafräumen im Obergeschoss des Hauses zu ermöglichen.

Haus aus Dornröschenschlaf holen

Wie berichtet, soll das Haus aus seinem schon vier Jahre währenden Dornröschenschlaf geholt werden. Dazu sei nicht nur die Ortsgruppe der Naturfreunde wiedergegründet worden, sagte Friedrich-Wilhelm Klinke, als er das Vorhaben vorstellte. Da die Reaktivierung dem ganzen Dorf nutze, seien auch Feuerwehr, Heimatverein und die Schützen mit im Boot. Für sie sei das Haus wegen seines recht großen Aufenthaltsraumes mit angeschlossener Küche interessant.

Nicht überzeugt war die Aktionsgruppe von einem Projekt des Rotary-Clubs Altena-Werdohl-Plettenberg, denen ein Entwicklungskonzept für die Lenneschiene vorschwebte und die dazu gerne die Wirtschaft ins Boot geholt hätte. „Sie soll sich dazu äußern, wie sie die Lenneschiene sieht und welche Erwartungen sie daran hat“, argumentierte der Werdohler Ingo Woeste bei der Präsentation – vergebens.

Insgesamt sind inzwischen 47 Leaderprojekte gefördert worden. Trotzdem ist noch etwas Geld im Topf. Deswegen werde es in diesem Jahr wohl noch einen weiteren Förderaufruf geben, sagte Regionalmanagerin Katharina Biermann nach der Sitzung. Sie selbst ist bei der nächsten Runde allerdings nicht mehr dabei: Sie wechselt zum 1. Oktober zur Stadt Herdecke, wo sie in der Abteilung für Wirtschaftsförderung und Tourismus arbeiten wird. Ihre Nachfolge soll zeitnah geregelt werden.

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