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2G-Regel: Händler verzeichnen noch keine großen Einbußen

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Von: Georg Dickopf

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Wer Geschäfte wie den Modepark am Maiplatz betreten möchte, muss geimpft oder genesen sein. Die neue Verordnung zur Corona-Bekämpfung habe bei Plettenberger Händlern noch nicht zu massiven Umsatzeinbußen geführt.
Wer Geschäfte wie den Modepark am Maiplatz betreten möchte, muss geimpft oder genesen sein. Die neue Verordnung zur Corona-Bekämpfung habe bei Plettenberger Händlern noch nicht zu massiven Umsatzeinbußen geführt. © Opfermann, Johannes

Seit gut einer Woche gilt die 2G-Regelung im Einzelhandel. Dabei gibt es zwar einige Ausnahmen (siehe Kasten), aber sämtliche Modegeschäfte und auch die Fahrradläden dürfen neuerdings nur noch Kunden in ihr Geschäft lassen, die geimpft oder genesen sind. 

Altena - Wir wollten wissen, wie gut die Regelung angenommen wurde und ob es dadurch einen Kundenrückgang gab.

Einbußen im Modepark Röther

Jochen Bastert, Filialleiter im Modepark Röther, äußerte sich wie folgt: „Wir haben Einbußen durch die Regelung und es fehlt etwas Frequenz, aber in Anbetracht der Lage sind wir zufrieden.“

Es gebe zwar manchmal ein paar Bürger, die sich am Eingang über die verschärfte Regelung aufregen würden, aber Einlass gewähre man nur bei Vorlage des gültigen Impfzertifikates, das per CovCheck-App eingescannt werde. Alternativ akzeptiere man auch die Vorlage von Impf- und Personalausweis.

„Wir haben dazu einen Mitarbeiter abgestellt, der nichts anderes macht – und das 60 Stunden pro Woche“, sagt Bastert, der die Regelung grundsätzlich begrüßt und der auch unter den Mitarbeitern im Modehaus eine sehr hohe Impfquote hat. Auch das Plettenberger Ordnungsamt habe die Einlasskontrollen schon geprüft, aber keine Beanstandungen gehabt.

Keine Einbußen beim Modehaus Otto

Auch Philip Fries, Inhaber des Modehauses Otto, hat nach Einführung der 2G-Regel keine Einbußen ausgemacht, was aber auch an einer derzeit laufenden Aktion liegen könne.

„Aber grundsätzlich kommen wir gut klar mit der Regelung. Die Kunden zeigen uns die Zertifikate auch ohne Aufforderung und die Regelung ist ja auch in aller Interesse“, sagt Fries.

Fußgängerzone ist recht leer

Holger Rahn, der ein paar Meter weiter in der Fußgängerzone Fahrräder und E-Bikes bei 2-Rad-Meyer/Bikes & More verkauft, sieht die neue Variante der Corona-Schutzverordnung mit ein wenig Gelassenheit. „Unser Saisongeschäft ist gelaufen und wir hatten ein gutes Jahr.“

Es sei eher ein Problem gewesen, die Räder geliefert zu bekommen. Und es sei heute auch nicht mehr so, dass kurz vor Weihnachten viele Räder gekauft würden. „Die Räder werden heute gekauft, wenn sie gebraucht werden“, erklärt Rahn.

Grundsätzlich bereite ihm aber die Frequenz in der Innenstadt Sorge: „Ich bin mir nicht sicher, ob die leere Fußgängerzone mit der 2G-Regel zu tun hat, aber bei uns klappt das gut – alle zeigen ihre Impfzertifikate vor“, sagt Rahn. Er befürchte allerdings, dass die aktuelle 2G-Regelung den Online-Handel weiter verstärken werde.

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