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16-Jähriger im NRW-Landtag: David Hietsch spricht im Plenarsaal

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Von: Georg Dickopf

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David Hietsch aus Plettenberg kam als Sauerländer bei seiner Rede im Jugendlandtag direkt zur Sache.
David Hietsch aus Plettenberg kam als Sauerländer bei seiner Rede im Jugendlandtag direkt zur Sache. © Volker Hartmann

Er ist 16 Jahre alt, besucht die Q1 des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und hielt jetzt eine Rede bei einer Plenardebatte im Düsseldorfer Landtag.

Plettenberg - Die Rede ist vom Plettenberger David Hietsch, der sich als Mitglied der CDU, der Schulunion und als Geschäftsführer der Jungen Union Plettenberg für den 12. Jugendlandtag NRW bewarb. Die heimischen Landtagsabgeordneten – in diesem Fall Matthias Eggers (CDU) – konnten je einen Bewerber auswählen und für drei Tage nach Düsseldorf schicken. Die Wahl fiel letztlich auf den Plettenberger David Hietsch, der im Vorfeld bereits ein Praktikum bei Thorsten Schick absolvierte und für den der Landtag kein absolutes Neuland war.

Bei der dreitägigen Veranstaltungen wurde der politische Alltag im Schnelldurchgang absolviert. Nach der Einführung und dem Kennenlerntag am Donnerstag folgten nach der Übernachtung in einer Jugendherberge am Freitag ein Demokratie-Seminar und eine Fraktionssitzung. Dabei mussten aus zehn Anträgen zwei herausgesucht und bearbeitet werden.

„Unsere Themen waren der ÖPNV und das Radwegenetz“, sagt Hietsch. Nach Expertenanhörungen wurden die Anträge abschließend beraten und es gab ein Votum in der Plenarsitzung.

„Ich wollte in meiner Rede ursprünglich über den ÖPNV reden, denn im Sauerland ist das Thema Verkehr wichtiger“, sagte Hietsch, der sich letztlich aber zum Radwegenetz äußerte.

Zwei Minuten Redezeit

Zwei Minuten hatte der junge Plettenberger Zeit, seien Gedanken im Planarsaal vorzutragen.

Als Sauerländer bin ich direkt“, sagte Hietsch gleich zu Beginn seiner Rede und lehnte die Radweg-Ausbaustrategie der Grünen ab, zumal diese Bestandsbauten, leer stehende Gebäude und bestehende Infrastruktur mit keinem Wort berücksichtige.

In seinem Wahlkreis sei das Thema Verkehr wegen der Rahmedetalbrücke und der A45-Sperrung polarisierend. Für die Grünen sei es offenbar schwer vorstellbar, dass neben Autobahnbrücken auch Bahnhöfe, Bahnanlagen und der ÖPNV kaputt gehen könnten. „Es fehlte ein Streckensanierungskonzept zur Einhaltung der vorhanden Infrastruktur“, so Hietsch. Ersatzneubauten seien im Sauerland dringend vonnöten, so der Plettenberger zum Abschluss seiner Rede.

„Das war schon ein besonderes Erlebnis“, findet Hietsch, der sich beruflich durchaus vorstellen kann, nach seinem Abitur „irgendetwas mit Politik“ zu machen.

Die dreitägige Veranstaltung in der Landeshauptstadt sei politisch „sehr interessant gewesen“gewesen und auch die Organisation habe gut geklappt, kann Hietsch nur allen politisch interessierten Jugendlichen raten, sich im nächsten Jahr für eine Teilnahme zu bewerben.

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