Es sieht gut aus für das Vorhaben eines Investors

Aus Alt mach Neu: 13 neue Wohnungen in bester Lage geplant

So soll das Projekt an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße in direkter Nachbarschaft zum Krankenhaus Plettenberg aussehen.
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So soll das Projekt an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße in direkter Nachbarschaft zum Krankenhaus Plettenberg aussehen.

Wie wäre es mit zusätzlichem Wohnraum in bester Lage Plettenbergs? Wenn es nach Investor Uwe Schriever geht, dann sehr gerne. Und auch die Stadtverwaltung und die Politik befürworten diese Pläne.

Plettenberg - Uwe Schriever plant die Sanierung zweier bisher leerstehender Gebäude und will zusätzlich ein weiteres Mehrfamilienhaus errichten lassen - und das alles nur einen Steinwurf entfernt vom Krankenhaus Plettenberg, direkt an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße.

Konkret geht es um folgendes: Uwe Schriever hat vor gut einem Jahr drei Gebäude in der direkten Umgebung des Krankenhauses von den Betreibern der Klinik, der Radprax-Gruppe, gekauft – und zwar unter anderem die Immobilien Ernst-Moritz-Arndt-Straße 42 und 44 schräg gegenüber des Krankenhaus-Parkhauses. Beide rund 60 Jahre alten Häuser stehen seit längerem leer und sind zugewachsen. Die Buma Immobilien GmbH will sie nun modernisieren und ausbauen.

Das Mehrfamilienhaus mit der Hausnummer 42 soll dabei um vier Wohnungen erweitert werden. Das Dach des Hauses soll abgerissen und durch eine kleine Wohnung mit Dachterrasse im Penthouse-Stil ersetzt werden. Insgesamt würde aus dem Haus ein Flachdachgebäude mit sechs Wohneinheiten werden.

Auch das Mehrfamilienhaus mit der Nummer 44 soll umgebaut werden, die gleiche Optik wie das Nachbargebäude erhalten, also mit Rückbau des Dachs, jedoch ohne Anbau, und damit Platz für drei Haushalte bieten. Die Größen der neuen Wohnungen in diesen beiden Häusern beziffert der zuständige Architekt Thomas Ostermann auf 68 beziehungsweise 78 Quadratmeter.

In Ergänzung dazu plant der Investor laut Vorlage für den Planungsausschuss direkt neben der Hausnummer 44 und damit vis-à-vis zum Eingang des Krankenhauses einen zweigeschossigen, teilunterkellerten Neubau mit acht Wohnungen und Aufzug. Der vorläufige Plan sieht hierin sechs Drei-Zimmer-Wohnungen mit den Größen 88, 95 und 126 Quadratmeter sowie zwei Zwei-Zimmer-Wohnungen mit jeweils rund 67 Quadratmetern vor.

Zusammengerechnet bedeutet das: Acht Wohnungen im Neubau, drei in der Hausnummer 44 und sechs in der 42 gleich 17 Wohneinheiten, davon 13 neue.

Damit sich die Gebäude in die nähere Umgebung einfügen, sollen die Flachdächer gegrünt werden, heißt es weiter in der Ausschussvorlage. Erschlossen werden sollen die Gebäude durch einen privaten Stichweg, der sich oben an die darüber gelegene Eichendorffstraße anschließt. Parkplätze seien rechnerisch auf den eigenen Flächen nachzuweisen. Architekt Ostermann spricht von 13 Garagen, die geplant sind.

Neue Wohnungen am Krankenhaus: Was Politik und Verwaltung dazu sagen

Am Mittwoch stand das Thema im Planungsausschuss auf der Agenda. Das Ergebnis der Beratungen: Nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch die Politik gibt grundsätzlich grünes Licht für die geplanten neuen Wohnungen am Krankenhaus. Damit hat Investor Uwe Schriever von der Buma Immobilien GmbH aus Meinerzhagen nun deutlich mehr Planungssicherheit. 

Die Meinungen waren einhellig: Ausnahmslos alle Ausschussmitglieder stimmten dafür, das Projekt durch die dafür erforderliche Änderung des Bebauungsplans auf den Weg zu bringen.

„Das ist eine hervorragende Lage. Und wenn leerstehende Häuser instand gesetzt werden, dann ist das eine gute Sache“, fasste der Ausschussvorsitzende Klaus Ising (CDU) zusammen. Martina Reinhold (SPD) pflichtete dem bei: „Es ist äußerst selten, dass jemand alte Bausubstanz ertüchtigt – toll, dass der Investor das hier macht.“

Zuvor hatte Adrian Viteritti (CDU) die Frage nach den Parkplätzen gestellt. Wie üblich müsse pro Wohnung ein Stellplatz nachgewiesen werden, erklärte Till Hoffmann vom städtischen Planungsamt. Dafür wolle der Investor mit Garagen und freiliegenden Stellplätzen, die alle über einen Stichweg von der Eichendorffstraße aus zugänglich sein sollen, auch Sorge tragen. „Aber reicht heutzutage noch ein Stellplatz pro Wohnung aus?“, fragte Viteritti, der pro Haushalt eher mit zwei statt nur einem Auto rechnen würde.

„Wir haben keine andere Satzung“, antwortete Till Hoffmann. Um mehr Parkplätze für eine Wohnung vorzuschreiben, müsse man die Satzung ändern, die dann auch für alle anderen Eigentümer in Plettenberg gelten würde. „Und das wäre gefühlt das falsche Signal“, sagte Hoffmann mit Blick auf den Gedanken, dass die Bürger eher weg vom Auto und hin zu umweltfreundlicheren Alternativen verleitet werden sollen.

Martina Reinhold (SPD) griff diesen Gedanken auf. „Mindestens 17 Parkplätze müssen es schon sein, mehr wären natürlich schön.“ Sie brachte den Vorschlag ins Spiel, auf dem Gelände womöglich über zusätzliche Fahrradparkplätze nachzudenken.

Die Fragen, ob der Fußweg von dem Gelände zum Krankenhaus (und damit zur Bushaltestelle) bleibe und nach der Energieversorgung der Häuser konnte Hoffmann nicht abschließend beantworten. So detailliert habe man noch nicht gesprochen – was nicht verwunderlich ist, schließlich steht das Bauvorhaben noch in den Anfängen.

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