Gertrüdchen: Jubiläum mit Peitschenknall

Organisatorin Sabine Rogoli und Bürgermeister Antonius Wiesemann sind sicher, dass das Fest für Neuenrade und Umgebung wieder Anziehungspunkt sein wird. - Fotos: Kellermann-Michels

Neuenrade - Das 660. Gertrüdchen steht im März wieder auf dem Neuenrader Terminkalender und daher versammelte sich jüngst das Getrudenkomitee im Kaisergarten zur Lagebesprechung.

Klaus Peter Sasse, der bislang Vorsitzender des Komitees war, übergab mit dem Bürgermeisteramt auch den Posten des Vorsitzenden an seinen Nachfolger Antonius Wiesemann. „Seit Anfang an war der amtierende Bürgermeister stets der Vorsitzende dieses Komitees und das soll auch so beibehalten werden.“ Dies sei eine sehr wichtige Sitzung, denn ohne diese würde es das Gertrüdchen gar nicht erst geben waren sich die Anwesenden alle einig.

Wiesemann sprach ein Lob an die Organisatorin Sabine Rogoli aus, die alte Traditionen aufrecht erhält und jedes Jahr neu überlegt, was alles organisiert und bewältigt werden muss. Rogoli bestätigt, dass es jedes Jahr schwieriger würde im Marktbereich ein repräsentatives Angebot zu organisieren. Das läge wohl daran, dass viele Waren auch im Internet angeboten werden, der Nachwuchs fehle und die Bürokratie für die Standbetreiber stetig wachse. Trotz alledem sei mit bereits 54 Zusagen im Marktbereich schon eine ansehnliche Auswahl an Händlern vorhanden. Darunter auch ein Obststand mit Marktschreier wie man es wohl schon vom Hamburger Fischmarkt kenne, Gewürze, Modeschmuck und ein Stand mit 25 verschiedenen Sorten Schaumküssen sei in diesem Jahr eine Neuerung.

Auch der verkaufsoffene Sonntag sei mittlerweile ein Selbstläufer geworden.

Zwei neue Fahrgeschäfte und ein Eiswagen vor dem Rathaus sind in diesem Jahr auch angedacht und altbewährtes, was seit vielen Jahren stets gut angenommen worden sei, werde ebenfalls beibehalten. „Wir locken die Händler und Schausteller mit unseren moderaten Standgebühren“, sagte Rogoli. Unabhängig von den Gebühren der Stadt sieht Rogoli künftig eher Probleme durch verstärkte Auflagen (z. B. TÜV) für die Schausteller. Doch dies sei in diesem Jahr noch nicht akut.

Um das Rahmenprogramm noch ein wenig interessanter zu gestalten, hat Dr. Rolf Dieter Kohl in diesem Jahr auch wieder keine Kosten und Mühen gescheut, um eine interessante historische Ausstellung zu organisieren. Diese wird wie auch in den vergangenen Jahren im Rathaus anzusehen sein. Sie steht unter dem Motto: Neuzugänge des Stadtarchivs und des Stadtmuseums. Ein Highlight sei ein alter Feuerwehrhelm und die Pfeife des Feuerwehrhauptmanns, sowie ein alter Offiziersrock des Schützenvereins. So wird das Gertrüdchen auch in diesem Jahr mit einem Peitschknall vom Balkon und den propagierenden Stadtsoldaten eröffnet. Der Peitschenknall erfolgt am Samstag, 14. März, um 9.30 Uhr, traditionell vom Balkon aus, und dann ist der Pferdemarkt eröffnet.

- Von Andrea Kellermann-Michels

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