Zwei Geburtstage fordern die Ortsvorsteher

Der fehlende Gasthof ist für viele Küntroper ein Problem. Bei Beerdigungen und Feiern müssen sie in die Nachbarorte.

KÜNTROP/ALTENAFFELN ▪ Gute Vorsätze für das neue Jahr haben auch Andreas Wiesemann und Ludger Stracke. Die beiden Ortsvorsteher aus Altenaffeln und Küntrop haben sich für 2011 viel vorgenommen.

„Die Stimmung hier in Küntrop ist derzeit sehr positiv“, freut sich Ortsvorsteher Ludger Stracke. In den vergangenen zwei Jahren seien die großen Wünsche des Dorfes erfüllt worden. So habe man 2009 bereits den lang ersehnten Kunstrasenplatz bekommen und im vergangenen Jahr dann auch noch das neue Feuerwehrgerätehaus.

Aber Stracke hat trotzdem Sorgen. Der Gasthof Schweitzer steht seit längerem leer. Ein neuer Betreiber sei momentan nicht in Sicht. Dabei sei das Restaurant an der B 229 stets ein beliebter Anlaufpunkt für Feiern jeglicher Art gewesen. „Besonders die älteren Bürger haben gerne dort gefeiert. Nach Beerdigungen traf man sich dort zum Kaffeetrinken. Das alles geht derzeit nicht und es fehlt an Ausweichmöglichkeiten“, klagt Stracke.

Doch es wird auch gefeiert 2011. Neben den üblichen Festivitäten, wie beispielsweise dem Schützenfest, steht in diesem Jahr auch ein runder Geburtstag an. Der Tambourcorps wird Ende März seinen 90. Geburtstag feiern.

Geburtstagsvorbereitungen sind auch in Altenaffeln Thema. „2013 feiern wir das 700-jährige Dorfjubiläum“, erklärt Ortsvorsteher Andreas Wiesemann. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Ein Festausschuss sei mittlerweile gegründet worden. „Wir werden noch verschiedene Arbeitskreise bilden, die an bestimmten Themen arbeiten werden“, berichtet er weiter. Zum Fest erscheint zudem ein Buch sowie ein Film über Altenaffeln. Auch hierfür laufen bereits die Vorbereitungen. Außerdem soll ein Dorfplatz rund um die Kapelle entstehen. „Allerdings ist das noch nicht sicher. Die Finanzierung gestaltet sich problematisch“, berichtet Wiesemann.

Derzeit stehen jedoch noch zwei Dinge aus dem vergangenen Jahr auf dem Arbeitsplan des Ortsvorstehers. So habe man auf der Bürgerversammlung beschlossen eine behindertengerechte Toilette im Obergeschoss des Bürgerhauses zu installieren. „Für ältere Gäste ist es kaum möglich die Toilette im Keller des Hauses aufzusuchen“, erläutert Wiesemann die Problematik. Auch diese Arbeiten seien im Gange.

Außerdem wolle man die Fläche um die Glascontainer attraktiver gestalten. So soll eine Hecke den Blick auf die Container verdecken. Zusätzlich werde dort eine Infotafel errichtet. Diese Arbeiten sollen bis März abgeschlossen sein, denn dann findet die nächste Bürgerversammlung statt.

Politisch liegt Andreas Wiesemann vor allem eines am Herzen: „Ich hoffe, dass wir auch weiterhin von Windkraftanlagen verschont bleiben.“ Ähnlich wie sein Affelner Kollege Josef Hochstein kritisiert er zudem die gegenwärtige Stimmung im Rat: „Persönliche Interessen haben im Rat nichts verloren.“ ▪ lm

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