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Zurück in die 70er und 80er: Abba-Coverband eröffnet Kultursaison

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Von: Michael Koll

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Stilecht gekleidet sorgten die Sängerinnen-Doubles im Kaisergarten für gute Stimmung.
Stilecht gekleidet sorgten die Sängerinnen-Doubles im Kaisergarten für gute Stimmung. © Michael Koll

„Das war ja meine Zeit“, sagten beinahe alle in den Reihen zu einem ihrer Sitznachbarn. Und so unternahmen viele Besucher des Kaisergartens am Sonntagnachmittag eine Reise in die eigene Jugend, als sie mit der Show „Dancing Queen“ die Hits der schwedischen Kult-Band Abba noch einmal live erlebten.

Neuenrade – Die Musiker an ihren Instrumenten spielten voller Freude – selbst sie sangen begeistert den ein oder anderen Refrain der Klassiker aus den 70er- und 80er-Jahren mit. Peter Wölke war nicht nur musikalischer Leiter der Show, er spielte auch Saxofon und Akkordeon.

Stimmungsvoll war der Auftritt der Musiker, die an ihren Instrumenten einige Songs mitsangen.
Stimmungsvoll war der Auftritt der Musiker, die an ihren Instrumenten einige Songs mitsangen. © Michael Koll

Im Zentrum des Geschehens standen aber die drei Akteure am Mikrofon – die Sängerinnen Kristin Hölck, die die blonde Agnetha Fältskog interpretierte, Susan Albers (Anni-Frid Lyngstad), sowie Sänger Marco Fahrland. Letzter übernahm die seltenen männlichen Gesangsparts in den Abba-Liedern, die im Original von Björn Ulvaeus gesungen wurden.

Vor allen Dingen die beiden Frauen wechselten nach jedem zweiten oder dritten Lied die Kostüme – und so war dieser Nachmittag nicht nur für die Ohren ein Fest. Hölck und die dunkelhaarige Albers legten zu Beginn ihres zweistündigen Auftritts mit „Voulez vous“ noch etwas verhalten los. Doch spätestens bei „Gimme! Gimme! Gimme! (A man after midnight)“ klatschen fast alle im Saal.

Weitere Höhepunkte der Show waren „Does your mother know“, „Mamma mia“, „Fernando“ sowie das mit Akkordeon gespielte „The way old friends do“. Die Stimmen der Sängerinnen harmonierten gut miteinander, wenn sie auch nicht ganz wie die beiden Schwedinnen klangen.

Sie interpretierten die Klassiker der schwedischen Pop-Band: Sänger Marco Fahrland, der die männlichen Parts übernahm, sowie Kristin Hölck (Agnetha Fältskog) und Susan Albers (Anni-Frid Lyngstad).
Sie interpretierten die Klassiker der schwedischen Pop-Band: Sänger Marco Fahrland, der die männlichen Parts übernahm, sowie Kristin Hölck (Agnetha Fältskog) und Susan Albers (Anni-Frid Lyngstad). © Michael Koll

Bei den Solo-Parts, die beide erhielten, wurden die Unterschiede ihrer Gesangsstile deutlich. Die blonde Hölck hatte ihren großen Auftritt bei „The winner takes it all“. Sie sang deutlich im Musical-Stil und klang teils affektiert und ihre Stimme ging zeitweise zu sehr in die Höhen. In diesen Momenten ließ die Absolventin der Stage School of Music, Dance and Drama in Hamburg das Original Fältskog jedoch schmerzlich vermissen.

Die brünette Albers hingegen bewies bei „Lay all your love on me“, dass sie eine wunderbare Pop-Sängerin ist. Ihr zuzuhören, war schlicht ein Genuss. 2011 hatte sie mit ihrer eigenen Musik folgerichtig den Deutschen Rock & Pop Preis in den Kategorien Pop und Singer/Songwriter gewonnen. Bei der Abba-Show tanzte sie mit mehr Verve als Hölck, die mehr auf die große Geste zu achten schein.

Kaisergarten-Chef Björn Mündelein übergab den Abendessens-Gutschein an Dagmar Schlesinger-Horstmann.
Kaisergarten-Chef Björn Mündelein übergab den Abendessens-Gutschein an Dagmar Schlesinger-Horstmann. © Michael Koll

Vor dem Konzert, welches den Auftakt zur neuen Kultursaison der Stadt Neuenrade darstellte, verkündete Kulturausschuss-Vorsitzender Bernhard Peters, dass rund 350 Menschen das Programm abonniert hätten. Kaisergarten-Geschäftsführer Björn Mündelein lobte einen Gutschein für ein Abendessen aus. Diesen gewann Dagmar Schlesinger-Horstmann.

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