Zentrum für Lesen, Integration und Sprache

NEUENRADE ▪ Ein neues, offenbar wegweisendes Projekt plant der Bürgermeister für den Bildungskomplex in der Niederheide. Dabei soll die Bücherei im Fokus stehen, soll zum „Zentrum für Lesen, Integration und Sprache“ werden. Für Sasse ist es sogar ein wegweisendes Projekt. „Das ist neu. Mir ist sonst kein Beispiel in der Gegend bekannt“, sagte Klaus-Peter Sasse gestern.

Das Vorhaben – so wie es sich der Bürgermeister vorstellt – hat Charme. Es ist aber auch ein Projekt, das er zusammen mit Ideengeberin Sandra Horny erarbeitet hat.

Sasse erläuterte den Hintergrund zu seinem Vorhaben. Die Stadt Neuenrade befinde sich unter vorläufiger Haushaltsführung. Alle freiwilligen Leistungen stehen auf dem Prüfstand, betone die Aufsichtsbehörde immer wieder. Und zu den freiwilligen Leistungen gehöre eben auch die Bücherei, betonte Sasse. Die Aufsichtsbehörde habe das zwar nicht konkret angesprochen – aber Politik und Verwaltung müssten eben auch damit rechnen. Und just Anfang des Jahres wird sich die Büchereileiterin in den passiven Teil ihrer Altersteilzeit begeben, sagte Sasse. „Anlass, sich Gedanken zu machen“, sagte der Bürgermeister.

Nun kommt die Integrationsbeauftragte ins Spiel, die nicht nur in Sachen Sprachförderung eine exzellente Kraft sei, sondern auch eine besondere Affinität zu Büchern habe. So wird die Stelle einer Büchereileiterin nicht besetzt, die Bücherei soll faktisch aber erhalten werden. Hier würde die Kooperation mit einer Bücherei in der Nachbarschaft gesucht, um da die Fachkompetenz zu erhalten. Gleichzeitig werde die Zusammenarbeit mit der benachbarten Schule gesucht und insgesamt ein besonderes Integrationskonzept erarbeitet. Denn, und da baut der Bürgermeister unter anderem auf die Erfahrung der rührigen Integrationskraft Sandra Horny, Sprache und die Förderung der Sprache sei der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration.

Was die personelle Situation anbelangt, da müsse mit dem Personalrat gesprochen werden. An der grundsätzlichen Situation von Sandra Horny ändere sich nichts. Sie erhalte nur eine andere, zusätzliche Aufgabe. Auch über die weitere Personalausstattung müsse gesprochen werden, sagte Sasse.

Der Bürgermeister betonte, dass das Vorhaben den Fraktionen im Detail beim zuständigen Ausschuss präsentiert würde. Klaus Peter Sasse betonte: „Das hier ist der Wunsch des Bürgermeisters, der sich um die Zukunft seiner Stadt Gedanken macht.“ ▪ Peter von der Beck

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