Sprechen statt pauken

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Frauen unterschiedlicher Herkunft wollen ihre Deutschkenntnisse verbessern. ▪

NEUENRADE ▪ Acht Frauen sitzen mit Sandra Horny um einen Tisch, auf dem kleine Karten ausgebreitet sind. „Wir über uns“ steht auf den Karten, von denen die Kursteilnehmerinnen reihum kleine Aufgaben ablesen und beantworten: „Welches Haustier hast du? Welches hättest du gerne? Sage jedem von uns etwas Nettes.“

Beim neuen Kurs „Sprechzeit“, den die VHS Lennetal zusammen mit dem Zelius in der Neuenrader Stadtbücherei anbietet, sollen die Teilnehmer sich möglichst viel auf Deutsch unterhalten. Ganz ohne Grammatik geht es aber auch nicht, sagt Zelius-Leiterin Sandra Horny: „Deshalb werden wir in der letzten Viertelstunde immer eine kleine Grammatik-Einheit einbauen.“ In der ersten Stunde sollen die Teilnehmerinnen Wörtern den richtigen Artikel zuordnen. „Wochentage und Monate sind männlich“, erklärt Sandra Horny eine wichtige Regel.

Portugiesisch, Kurdisch, Türkisch, Tamilisch und Syrisch sind die Muttersprachen ihrer acht Schülerinnen. Damit sie bis zur nächsten Woche auch zuhause üben können, gibt Sandra Horny ihnen einen Übungszettel mit: „Hier müsst ihr Wörter mit den gleichen Endungen suchen.“ Die Frauen finden das „sehr schwer“, lösen aber schnell die erste Aufgabe: „Praktikant endet wie Musikant, Lehrer wie Fahrer“, sagen sie stolz. ▪ Constanze Raidt

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