Seit Anfang Mai fast 40.000 Badegäste

Zehntausende Besucher im Neuenrader Freibad

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Für viele Jugendliche sind die beiden Sprungtürme am hinteren Ende des Beckens besonders interessant. Vom „Einer“ und vom „Dreier“ zeigen die Mädchen und Jungen viele akrobatische Einlagen wie Salti. Ein echter Hingucker auch für andere Besucher im Neuenrader Freibad.

Neuenrade - Sommerzeit ist Badezeit. Das stimmt im häufig verregneten Sauerland zwar nicht immer, aber in diesem Jahr auf jeden Fall. Seit Monaten hat es kaum geregnet. Und das merkt man im Neuenrader Freibad. Die Besucher-Zahlen sind rekordverdächtig.

Der Andrang am Freibad ist groß: Vor dem Drehkreuz am Kassenautomaten hat sich bereits eine Schlange gebildet. Eine Mutter hält eine große Badetasche in der Hand, ihre Kinder tollen herum. 

Und auch hier hört man bereits die freudigen Stimmen der Freibad-Besucher. Denn bei der anhaltenden Hitze suchen viele eine Abkühlung. 

„Mir gefällt die große Wiese sehr gut"

So wie die beiden Jugendlichen Pascal Hilbig und Lena Meisterjahn. Die 17-Jährigen haben es sich auf einer Decke auf dem Rasen bequem gemacht. Dreimal im Monat kommen sie her. Und das extra aus Sundern. 

Auf der großen Rasenfläche verteilen sich die Besucher-Gruppen gut. Für viele ein Vorteil am Neuenrader Freibad. Dadurch wirke alles nicht so überlaufen, erklären sie.

„Meist sind wir eine größere Gruppe.“ Und Meisterjahn erklärt: „Mir gefällt auf jeden Fall die große Wiese sehr gut.“ Die Leute würden sich gut verteilen. „Es ist nicht zu überfüllt.“ 

„Es ist nicht so überlaufen“ 

Diesen Eindruck hat auch Marian Ackerschott. Die Rentnerin ist mit ihrem Enkel Thor regelmäßig in dem Freibad. Sie sagt: „Es ist nicht so überlaufen und die Eintrittspreise sind gut.“ 

Auch sie fährt extra aus Sundern nach Neuenrade. Und kommt sogar zwei- bis dreimal die Woche. „So vier Stunden bleiben wir dann mindestens. Sonst lohnt es sich ja nicht.“ Und schon stößt der Enkel ihr an den Ellbogen. Der Junge möchte wieder ins Wasser. 

Akrobatische Einlagen an Sprungtürmen

Es ist wohl auch das entspannte Freibad-Flair, das viele überzeugt. An den Sprungtürmen zeigen vor allem Jugendliche akrobatische Einlagen. Auf der kleinen Rutsche haben Familien ihren Spaß. Und direkt neben den Becken spielen einige Besucher Volleyball. 

Nicht ganz zufrieden wirkt Edgar Helinski. Er arbeitet im Imbiss des Freibads. Besonders beliebt seien dort Pommes und Eis. 

An der Imbiss-Bude können sich die Besucher bei Edgar Helinski unter anderem neben Pommes und Bratwurst auch Eis holen.

So viele Kunden, dass sich dieser Sommer eindeutig von den Vorjahren abhebe, habe er nicht gehabt. Zwei bis drei Tage sei es brechend voll gewesen. „Aber inzwischen läuft es wegen der Ferien schleppender.“ 

Rekordverdächtige Besucherzahlen

Ein Blick auf die Besucherzahlen zeigt allerdings, dass deutlich mehr Besucher in das Freibad kamen. Waren es im Vorjahreszeitraum (Anfang Mai bis 10. August) ungefähr 28 600 Badegäste gewesen, waren es 2018 im selben Zeitraum 38 600 Besucher – ganze 10 000 mehr. 

Das freut natürlich die Schwimmmeister Andreas Schönenberg und Andrea Kendziora-Kühn. Schönenberg: „Das ist ein Bomben-Sommer.“ 

Für die Schwimmmeister bedeute das natürlich eine Menge Arbeit, erklärt Kendziora-Kühn. Dass es „so lange so warm ist“, habe sie im Sauerland noch nie erlebt. „Dieses Jahr gibt es echt die volle Packung.“ 

Betrunkene und Grapscher "machen Ärger"

Für sie bringt der Beruf aber nicht nur Erfreuliches mit sich: Schon mehrfach hätten Betrunkene „Ärger gemacht“. Auch „Grapscher“, die Gäste bedrängen, „gibt es leider immer mal wieder“. 

Ebenso blieb das Freibad von (meist kleineren) Unfällen nicht verschont. „Ich habe schon meterweise Pflaster verbraucht“, sagt Kendziora-Kühn. 

In Erinnerung sei der Rettungseinsatz für einen dreijährigen Jungen geblieben. Dieser hatte sich am Kopf verletzt und wurde mit einem Hubschrauber in eine Fachklinik nach Dortmund geflogen. 

Am nächsten Tag sei er glücklicherweise wieder entlassen worden. „Ihm geht es wieder gut.“

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