Jahresstatistik 2018

Feuerwehr Neuenrade: Ein Jahr mit viel Arbeit

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Stefan Besser ließ das Jahr 2018 im Rahmen der Jahresdienstbesprechung im Stadtdirektor-Wegener-Haus Revue passieren. Insgesamt 352 Mal musste der Löschzug Stadtmitte ausrücken.

Neuenrade - "Es war ein Jahr mit viel Arbeit für die Feuerwehr“, bilanzierte Brandoberinspekteur Stefan Besser im Rahmen der Jahresdienstbesprechung des Löschzugs Stadtmitte im Stadtdirektor-Wegener-Haus.

Dies schlug sich auch in der Statistik des abgelaufenen Jahres nieder. Inklusive der First Responder-Einsätze kamen die Brandschützer auf insgesamt 352 Alarmierungen. Dabei musste der Löschzug 83 Mal am Tag und 49 Mal während der Nacht ausrücken. Im Bereich der First Responder lag das Verhältnis bei 139 (Tag) zu 81 (Nacht) Einsätzen. Aktuell zählt der Löschzug Stadtmitte 50 Personen.

Was die Beteiligung an den Übungen betrifft: hier betrug der Durchschnittswert 23,9 Prozent. Während die höchste Beteiligung mit 30 Personen im März zu verzeichnen war, lag der niedrigste Wert im Mai (14). Auf die meisten Übungseinsätze, nämlich zwölf, kamen Patrick Vierhaus, Martin Düssel und Thomas Brockhagen. Auch eine Ehrung wurde ausgesprochen: Für 25 Dienstjahre im Ehrenamt erhielt Frank Kruggel das Feuerwehr Ehrenabzeichen. 

In seinem Bericht ging Stefan Besser zunächst auf die extremen Wetterlagen des vergangenen Jahres ein: „Hierauf müssen wir uns mehr und besser einstellen.“ Die Trockenheit zwischen April und Oktober sei ein gutes Beispiel für die Klimaveränderung auf unserem Planeten gewesen. Dies berge aber auch Gefahren in sich. „Selten haben wir uns einen ausgiebigen Regenschauer gewünscht, wie im vergangenen Jahr. Mit nur drei kleinen Flächenbränden hatten wir in Neuenrade im Gegensatz zu unseren Nachbargemeinden noch Glück.“

 Angesichts der Tatsache, dass die Waldbrandgefahr als sehr hoch eingestuft wurde, habe die Bevölkerung aber besonnen gehandelt und somit schlimmeres verhindert. An dieser Stelle sprach Stefan Besser seinen Kameraden ein großes Lob aus: „Die Bewohner unser Stadt sind stolz auf ihre Feuerwehr – sind stolz auf Euch.“ Dies werde auch durch Einträge in den sozialen Netzwerken bestätigt. Im Besonderen wurde derjenige Fahrzeughalter genannt, dessen Auto kurz vor Weihnachten an der Shell-Tankstelle in Flammen aufging. Auch er ließ ein „großes Dankeschön ausrichten.“ 

Über den normalen Einsatz hinaus haben sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr im abgelaufenen Jahr in den verschiedensten Disziplinen weitergebildet. So absolvierte ein Teil des Löschzugs Stadtmitte eine Heißausbildung im Brandhaus Dortmund. Das Wissen in der technischen Rettung wurde durch ein TH-Modul neu aufgefrischt. „Zudem haben sich einige Kameraden an der Motorsäge ausbilden lassen“, so Stefan Besser. Ebenso hätten zwei Staffeln am Kreisleistungsnachweis in Halver teilgenommen und belegten in der Gesamtwertung den ersten und dritten Rang. Auch die Teilnahme am 1. Volksbank-Vereinscup endete mit einem hervorragenden zweiten Platz. 

Was geschah noch: am 10. Juni wurde das zehnjährige Bestehen der First Responder-Gruppen aus Neuenrade und Affeln gefeiert. Die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, insbesondere mit den Rettungswachen in Werdohl und Balve, sei mittlerweile sehr gut. „Ich denke, dass sich hier ein kollegiales Verhalten eingestellt hat“, unterstrich Stefan Besser. Im Jahr 2008 ist die First Responder-Gruppe mit zunächst acht Kameraden gegründet worden. „Damals konnten wir uns nicht vorstellen, dass die Einsatzdichte so gewaltig zunehmen würde.“ Waren es im Gründungsjahr 53 Einsätze für die First Responder-Gruppen, liegt die Zahl zehn Jahre später bereits bei 220 Einsätzen. Damit hätten sich die First-Responder-Einsätze bis heute vervierfacht und die Anzahl der Feuerwehr-Einsätze in dieser Zeit verdoppelt.

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