„Ysselsteyn ist ein Integrationsort“

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Wolfgang Held (rechts) ehrte das Engagement aller Beteiligten und verlieh in Annerkennung Medaille und Urkunde.

NEUENRADE -   Die 25 Jahre seien den beiden aktuellen Betreuerinnen nun wirklich nicht anzusehen, scherzte Bürgermeister Klaus Peter Sasse. Und doch wurde die Ferienaktion für Jugendliche, die zur Zeit von Sabine Protzer und Martina Sutterlei betreut wird, ausgezeichnet. Geehrt wurde sie für ihre regelmäßigen Fahrten an den Soldatenfriedhof in Ysselsteyn und ihre Arbeit vor Ort. Wolfgang Held vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge verlieh Bürgermeister Klaus Peter Sasse, stellvertretend für die Unterstützer und Aktiven der Fahrten, eine Ehrungsurkunde und eine Medaille für das Engagement. „Ysselsteyn ist zu einem Integrationsort geworden, an welchem sich Bürger von noch im Zweiten Weltkrieg verfeindete Nationen heute freundschaftlich austauschen“, erklärte Held. Die regelmäßigen Besuche der Neuenrader hätten dazu einen Beitrag geleistet.

In der feierlichen Runde im kleinen Saal des Rathauses war auch der frühere Leiter der Ferienaktion Volker Gruenberg anwesend, ebenso wie die Mütter der aktuellen Leiterinnen. Denn ohne Unterstützung der Familien sei eine so langlebige Aktion nicht am Leben zu halten, sagte der Bürgermeister. Er lobte außerdem Melchior Ossenberg-Engels von den Rotariern, ohne deren finanzieller Unterstützung die Veranstaltung heute nicht mehr möglich wäre.

Auch für Sabine Protzer hörte sich die Idee zunächst zu schön an, um wahr zu sein. „Jugendliche, die freiwillig in den Ferien auf einen Soldatenfriedhof fahren, um dort zu arbeiten?“, resümiert sie verwundert. Heute gäbe es aber bereits Gruppen in sozialen Netzwerken, in denen sich die Jugendlichen für eine Teilnahme verabredeten. „Diese Absprachen hat es von Anfang an gegeben“, erinnert sich Volker Gruenberg, wenn auch nicht im Internet, scherzte er. Gruenberg bedankte sich bei allen Unterstützern des Projektes. - sbt

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