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Wohnmobilstandplätze in Neuenrade dringend gesucht

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Von: Peter von der Beck

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Zentrale Wohnmobilstandplätze fehlen der Stadt: Es gibt wohl keine Grundstücke. Nur weit weg von der Innenstadt, am Waldstadion gibts zwei einsame provisorische Plätze.
Zentrale Wohnmobilstandplätze fehlen der Stadt: Es gibt wohl keine Grundstücke. Nur weit weg von der Innenstadt, am Waldstadion gibts zwei einsame provisorische Plätze. © von der Beck, Peter

Rund um Neuenrade hat sie jedes Städtchen: Wohnmobilstandplätze. Sie gehören im Wettbewerb der Kommunen um Touristen inzwischen zum Standard und sind ein wichtiges Element im Marketing-Mosaik. Doch in Neuenrade gibt es so etwas nicht.

Zumindest mangelt es an halbwegs professionellen Standplätzen, die es zum Beispiel in Altena mit Entsorgungs- und Stromstation gibt. Auch in Plettenberg hat man dergleichen am Aquamagis im Angebot und in Balve stehen Wohnmobile am Hallenbad. Die Neuenrader indes können nur auf ein Provisorium am Waldstadion verweisen: Das bedeutet, man kann das Wohnmobil – weitab vom Schuss – dort parken. Wer gerne sein Wohnmobil nachts auf einsamen Landstraßen parkt, der wird sich auch hier wohlfühlen. Zwei Minischilder in einer Ecke des einsamen Parkplatzes weisen Wohnmobilisten auf die beiden Standplätze – ohne Entsorgungsmöglichkeit oder Stromanschluss – hin.

Marcus Henninger, zuständiger Amtsleiter im Rathaus, ist sich des Mangels durchaus bewusst. Denn: „Es gibt Bedarf in Neuenrade.“ Man wisse, dass die Sache mit den Wohnmobilien sehr boome, dass auch die Innenstädte von Wohnmobilnutzern frequentiert und diese dort auch konsumieren würden.

Ein geeignetes Grundstück fehlt

„Die kommen in die Stadt und gehen auch in die Stadt.“ Das Problem für Neuenrade ist indes die Grundstückssituation. „Die Stadt hat kein geeignetes Grundstück, das zentral gelegen wäre oder zentral an irgendwelchen Einrichtungen“, sagte Henninger weiter. Weil der Bedarf existiere, sei die Stadt sehr aufgeschlossen, wenn sich in Sachen Grundstücken etwas tun würde oder sich andere Lösungen ergäben. So lautet die Aufforderung an mögliche Kooperationspartner oder Grundstückseigentümer sich zu melden.

Auch vonseiten des Stadtmarketingvereins hält man zentral gelegene Wohnmobilstandplätze für richtig. „Sinnvoll sind sie auf jeden Fall. Das ist ja auch ein Zweig der Tourismusbranche, der richtig Schwung hat“, sagt Stadtmarketing-Geschäftsführerein Sandra Horny.

Leader: Förderung erst in der nächsten Periode möglich

Das Thema Wohnmobilstandplatz würde als Angebot sicher auch in die Leader-Projekte passen. „Grundsätzlich ist das Thema bei Leader bespielbar“, sagte Leonie Loer vom Regionalmanagement der Leaderregion Sorpesee. Allerdings müsse sich dazu noch konzeptionell etwas tun, wenn eine Förderung ermöglicht werde. Loer weiß von positiven Beispielen in anderen Regionen.

Für die auslaufende Förderperiode ist allerdings alles Geld ausgegeben, jetzt müssen sich die vier Orte zunächst erst einmal neu als Leaderregion bewerben. Auftaktveranstaltung für die Berwerbungsphase – der sogenannte Kick-off für alle interessierten Bürger – ist am Montag, 15. November, 17 Uhr, in der Schützenhalle Holzen, Vorm Lüer 40, in Arnsberg.

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