Geld fließt in energetische Maßnahmen

Woge investiert Millionenbetrag in Neuenrade und Werdohl

An der Winterlit besitzt die Woge Häuser und investiert. Woge-Prokurist Markus Zanger (li.) und Geschäftsführer Ingo Wöste präsentieren die Sanierungsarbeiten.
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An der Winterlit besitzt die Woge Häuser und investiert. Woge-Prokurist Markus Zanger (li.) und Geschäftsführer Ingo Wöste präsentieren die Sanierungsarbeiten.

Die Werdohler Wohnungsbaugesellschaft (Woge) nimmt mehr als 2,1 Millionen Euro in die Hand und investiert das Geld vorwiegend in die energetische Verbesserung ihrer Gebäude: Das Geld wird in Neuenrade und Werdohl ausgegeben.

Prokurist Markus Zanger und Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste präsentierten in dieser Woche das Investitionsprogramm.

In Neuenrade hat die Woge einen vergleichweisen geringen Bestand. Die GmbH besitzt etliche Gebäudekomplexe am Brunnenbach, es gibt ein Mehrfamilienhaus am Düsterloh und im Bereich Winterlit. Für den Bereich Winterlit nimmt die Wohnungsgesellschaft fast 540 000 Euro in die Hand, um in den Häusern Winterlit 2, 4 und 6 ein Wärmedämmverbundsystem in die Gebäude einzubauen.

Neue Fenster und Rollläden

Eine Dachsanierung erfolgt teilweise, nicht mehr benötigte Schornsteine werden abgebaut, eingebaut werden auch neue Fenster und Rollläden. Erdgeschossmieter bekommen eine Terrasse. Ebenfalls erhalten die Wohnungen eine Kellerdeckendämmung.

Hier werden neue Fenster installiert, Terrassen gebaut und Kellerdecken gedämmt.

Insgesamt erfährt die Wohnanlage eine Umfeldverbesserung: Die Rasenanlagen werden ordentlich hergerichtet, Zuwegungen neu gemacht. Unterm Strich werden die Wohnungen nach Abschluss der Arbeiten auf einem modernen Standard sein. Was zum Beispiel Telekommunikationstechnik anbelangt, so verfügen die Wohnungen längst über Glasfaser. Die Arbeiten starteten bereits im Januar und werden sich, in Abhängigkeit von Pandemieverzögerungen und Wetter, so Prokurist Zanger, bis zum Oktober hinziehen.

Durchaus bevorzugte Wohngegend

Die Winterlitanlage befindet sich in einer durchaus bevorzugten Wohngegend Neuenrades. Das Freibad ist nur einen Steinwurf entfernt. Bis zum Wald ist es nicht weit, in der Nähe soll demnächst auch noch ein Dirtpark für Mountainbiker und BMX-Fahrer entstehen – eine zusätzliche Aufwertung des Wohnumfeldes. Die Inhaber der Winterlitwohnungen müssen sich allerdings auf eine Mieterhöhung einstellen. 5,20 Euro kostet der Quadratmeter dann. Die Wohnungen sind zwischen 45 und 60 Quadratmeter groß. Insgesamt gibt es dort 18 Wohnungen.

Der Großteil des Woge-Investitionsprogramms wird allerdings auf Werdohler Stadtgebiet abgewickelt. An der Albert-Schweitzer-Straße 26 und 28 investiert die Woge eine halbe Million Euro. Hier gibt es ebenfalls eine neue Dämmung, am Dach wird gearbeitet, neue Fenster gibt es und auch eine neue Heizung mit Brennwerttechnik. Neue Zählerschränke sind auch noch drin. Zudem wird das Treppenhaus gestrichen und die Bäder werden neu gemacht.

Winterlit-Programm auch an der Ütterlingser Straße

Fast 600 000 Euro investiert die Woge an der Ütterlingser Straße 32 und 34. Auch hier wird das Winterlit-Programm aufgelegt, zusätzlich gibt es Balkone und das Treppenhaus wird gestrichen. An der Ütterlingser Straße 38 und 40 und an der Breslauer Straße 35 und 37 sind 54 Wohnungen von Elektroarbeiten betroffen. Hier geht es um Zählerschränke und Unterverteilungen. Auch die Treppenhäuser werden im Zuge dessen neu gestrichen. Das lässt sich die Woge insgesamt 335 000 Euro kosten. Dort wird auch noch extra in eine neue Heizung investiert (Brennwert). Laut Liste kostet das noch einmal 160 000 Euro.

Die Woge

Ursprünglich 1902 als Bauverein gegründet, ist das Unternehmen inzwischen eine schlichte GmbH. 50 Prozent der Gesellschafter sind die beiden Kommunen Werdohl (40 Prozent) und Neuenrade (10 Prozent), die anderen 50 Prozent kommen aus der Industrie Neuenrades und Werdohls. Geschäftsführer der Woge GmbH ist Ingo Wöste, Prokurist ist Markus Zanger. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Neuenrader Unternehmer Daniel Wingen. Die Wohnungsgesellschaft Werdohl (Woge) hat 1417 Wohnungen in ihrem Bestand, 110 Wohnungen davon sind in Neuenrade.

Insgesamt werden die anschließenden Mieterhöhungen bis zu einem Euro pro Quadratmeter betragen. Sämtliche Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein. Sicher ist: Nach der Umsetzung der energetischen Maßnahmen werden die Nebenkosten günstiger ausfallen. Indes: Die Statistik besage, so Wöste, dass die Mieter dann auch viel mehr heizen würden...

Durchschnittlicher Mietpreis: 4,60 Euro

Ingo Wöste nennt auf Nachfrage auch den durchschnittlichen Mietpreis. Der betrage bei der Woge „über den gesamten Bestand 4,60 Euro“. Auch habe die Woge ihre besondere Philosophie: „Mieten niedrig halten, dafür lieber langfristige Wohndauer,“ sagte Wöste. Gleichwohl: Insgesamt sei der Wohnungsmarkt in Neuenrade und Werdohl eine Herausforderung auch vor dem demografischen Hintergrund.

Klare Sache, dass ein guter Teil der Aufträge auch an Handwerker aus der Region geht. Stichwort Handwerker: Das ist eine Sache, die den Woge-Verantwortlichen wie Prokurist Markus Zanger und Geschäftsführer Ingo Wöste durchaus Sorge bereitet. Denn es gibt bekanntermaßen Schwierigkeiten, genügend gute und zuverlässige Handwerker zu bekommen. „Was machen wir erst, wenn demnächst alle die Konjunkturpakete kommen?“ fragt Zanger.

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