Wochenmarkt kommt gut an

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Das Auge kauft mit – so gibt sich auch der Gemüsehändler mit der Dekoration seiner Waren Mühe. ▪

NEUENRADE ▪ Beim Fischverkäufer und an dem Stand mit seltenen und glutamatfreien Gewürzen bilden sich kleine Schlangen. Mit prall gefüllten Einkaufstaschen verlassen einige Frauen den Neuenrader Wochenmarkt. Er hat sich offenbar etabliert, das leicht veränderte Konzept mit verbessertem Zugang und größerem Angebot fruchtet.

Wo vor gut einem Jahr die Marktbesucher vereinzelt eintrudelten und die Händler sich ob des miesen Umsatzes schon nach Alternativen umsahen, herrscht nun eine nette Marktatmosphäre. Und das passt gut in das ansprechende Ambiente der Neuenrader Altstadt mit seinen schnieken Häuschen und dem alt anmutenden Pflaster.

Auch die Händler – jedenfalls jene, die durchgehalten haben, bis sich der Markt nun etabliert hat – scheinen zufrieden. Kurz davor sei man gewesen, dem Standort Neuenrade den Rücken zu kehren, sei aber letztlich treu geblieben, meint Händler Michael Rittmeier aus Schmallenberg. Das Konzept, die Barrieren zu beseitigen und die Stände auf dem Brunnenplatzrondell zu platzieren sei „besser und vernünftig“.

Hans Joachim Redix aus Holzwickede sagt, dass die Besucherfrequenz für einen Dienstag in Ordnung sei. Als Händler tue man nun was man könne, auch die Stadt Neuenrade leiste ihren Beitrag – nun seien eben die Neuenrader an der Reihe. Eine Einschätzung mit der der Händler nicht allein dasteht. Es gilt eben das 100 Fliegen-Prinzip. „Wenn ein paar da sind kommen immer mehr hinzu...“.

Ganz angetan war auch Ina Fehlmann mit ihrem Gewürzstand. Sie wollte sich, weil sie am Dienstag erstmals dabei war, kein abschließendes Urteil erlauben. Sie präsentierte ein üppiges Gewürzangebot, hatte zum Beispiel Schabzigerklee dabei und sie verwies darauf, dass ihre Gewürze komplett ohne Glutamate seien. Nicht unzufrieden war auch Burak Yilmaz mit seinem üppig bestückten Gemüse- und Obststand. Ein guter Teil seines Angebotes kommt dabei auch aus der Region.

Die Kundschaft scheint auch zufrieden. Das bestätigt Birgit Saleina genauso wie Christiane Kelle, die sich als Stammkundin des Neuenrader Wochenmarktes beschreibt. Heinz Vogel, der sich seitens der Stadt intensiv um den Markt kümmert, hat auch nur Gutes gehört. Der Fischhändler sei erstaunt über den Bedarf an Frischfisch in Neuenrade und der Wurstwarenhändler freue sich ebenfalls über den Umsatz. Vogel bemüht sich zudem intensiv um einen weiteren Händler. Er will noch einen Blumenhändler auf den Markt holen und die Werbung intensivieren. ▪ Peter von der Beck

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