Woche der Ausbildung

Vielseitige Ausbildung im Metall-Handwerk

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Die Ausbildung zum Metallbauer mit der Fachrichtung Konstruktionstechnik beinhaltet neben der Arbeit mit modernsten Maschinen auch noch echtes Handwerk.

Neuenrade - Die Ausbildung im Metallhandwerk ist vielseitig, die Einsatzbereiche breit gefächert. Eine der Firmen, die in diesem Bereich Auszubildende beschäftigt, ist B. Levermann in Neuenrade.

Wer aufmerksam durch Neuenrade geht, der erblickt immer wieder Erzeugnisse der Firma Levermann: Für Gebäude der Firmen Schniewindt und Echterhage zum Beispiel hat Levermann entscheidende Komponenten gefertigt. Doch auch an der Universität Siegen oder der Fern-Uni Hagen hat das Neuenrader Unternehmen sich eingebracht.

Besonders stolz sind Geschäftsführer Bernd Levermann und seine 20-köpfige Belegschaft aber auf eine Kartbahn, die im Küntroper Gewerbegebiet gefertigt wurde und seit vergangenem Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff die Welt bereist. Ein Nachfolgebau ist schon in Arbeit und soll noch größer werden.

Nicht verstecken beim Thema Ausbildung

Auch in Sachen Ausbildung muss sich das Unternehmen nicht verstecken: Auf 20 Mitarbeiter kommen drei Auszubildende – ein Anteil, den nur wenige heimische Firmen erreichen dürften. „In Neuenrade sind wir damit ganz vorn mit dabei“, ist Bernd Levermann überzeugt.

Am Stammsitz in Blintrop und dem Standort im Gewerbegebiet Küntrop werden beispielsweise Stahlhallen oder Fassaden gefertigt. Stahlbau, Bauschlosserei und Maschinenbau schreibt sich das 1887 gegründete Unternehmen auf die Fahnen.

Arbeit in der Werkshalle und beim Kunden

Die Mitarbeiter sind aber nicht nur an den beiden Firmenstandorten in Neuenrade tätig, sondern auch vor Ort bei verschiedenen Kunden, etwa um die maßgefertigten Teile zu montieren. „Diese Vielfalt ist sicherlich auch eine unserer Stärken“, sagt Bernd Levermann.

Der Nachwuchs wird innerhalb von dreieinhalb Jahren zum Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik, ausgebildet. Neben der betrieblichen Ausbildung gehören dazu der Unterricht am Mendener Hönne-Berufskolleg sowie acht überbetriebliche Lehrgänge, die jeweils eine Woche dauern und in denen Themen wie Schweißen, Feilen oder Türsysteme auf dem Stundenplan stehen.

Anke und Bernd Levermann (Firma Levermann), Anja-Katrin Rammoser-Schriever (Arbeitsagentur), Frank Staffel(Stadt Neuenrade), die Auszubildenden Senad Rexhepi und Faruk Can Sönmez sowie Bürgermeister Antonius Wiesemann (von links) werben für die Ausbildung im Metall-Handwerk.

Geschicklichkeit, Talent für die technischen Details und ein gutes Vorstellungsvermögen gehören deshalb zu den wichtigsten Qualifikationen. Kenntnisse in Mathematik und Physik sind ebenfalls wichtig. 

Körperliche Fitness schadet nicht

„Körperlich sollte man auch fit sein“, sagt Azubi Senad Rexhepi. Denn neben modernen Maschinen gehören auch handwerkliche Arbeiten zum Beruf. Jedes Teil nämlich, das die Hallen verlässt, ist individuell gefertigt.

Die meisten Auszubildenden kommen über ein Praktikum ins Unternehmen, so wie auch Senad Rexhepi und sein Kollege Faruk Can Sönmez. „Vorher wusste ich ja gar nicht, was die hier machen“, erzählt Rexhepi. Geschäftsführer Bernd Levermann schlägt deshalb jedem vor, zunächst ein Praktikum im Betrieb zu absolvieren: „Man muss erst mal schauen, wie es überhaupt hier läuft.“

Vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung

Und auch nach der Ausbildung muss nicht Schluss sein: Fortbildungen zum Meister oder Schweißfachmann oder ein Studium können sich anschließen. Auch die Agentur für Arbeit bietet Weiterqualifizierungen an, wie Anja-Katrin Rammoser-Schriever vom Arbeitgeberservice betont.

Anders als früher, könnten sich die Unternehmen ihre Auszubildenden meist nicht mehr aussuchen, erklärt Bernd Levermann. Tatsächlich ist Südwestfalen die einzige Region in NRW, in der es mehr Ausbildungsstellen als Bewerber gibt. 

Der Bürgermeister wirbt für das Handwerk

Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann verspricht deshalb, das Handwerk auch den Schülern näherzubringen. Vor allem aus Zeitgründen seitens der Unternehmer sei das bislang nicht der Fall gewesen. Dazu diene etwa die Berufsorientierungsmesse im September.

Für das kommende Ausbildungsjahr könnte auch die Firma Levermann noch einen Auszubildenden gebrauchen, wie Bernd Levermann erklärt. Der Bewerber müsse sich aber auch für den Job eignen: „Es muss eben passen.“

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