Kunden aus ganz Deutschland

Wissen ist Macht: David Besser ist Spezialist für Automatik-Getriebe

David Besser repariert in seiner Werkstatt „Garage 42“ Automatikgetriebe. Hier mit einem frisch reparierten „S-Tronic, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Quattro“. Besser kann es zerlegen, reparieren und wieder zusammensetzen.
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David Besser repariert in seiner Werkstatt „Garage 42“ Automatikgetriebe. Hier mit einem frisch reparierten „S-Tronic, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Quattro“. Besser kann es zerlegen, reparieren und wieder zusammensetzen.

Die Kunden kommen aus NRW, Rheinland-Pfalz und durchaus auch mal aus einer ganz anderen Ecke Deutschlands. Demnächst wird ein Fahrzeug aus Emden angeliefert.

Es muss aber nicht gleich das ganze Fahrzeug sein. Auch das Getriebe selbst kann man natürlich an die „Garage 42 Getriebetechnik“ zu David Besser schicken. Getriebe, genauer gesagt Automatikgetriebe – damit verdient David Besser sein Geld. Und er hat einen guten Ruf. Dass er es kann, das hat sich herumgesprochen. Er wird empfohlen.

Ingenieur Besser hat seine freie Werkstatt etwas versteckt liegend an der Bahnhofstraße 13, gleich vis á vis von Elektro Filter. Eine Auffahrt geht es hinauf, um die Ecke noch, dann empfängt den Besucher die Werkstatt. Modern und aufgeräumt, mit einer Hebebühne und einem angeschlossenen Werkraum gleich nebenan. Hier arbeitet der Ingenieur mit seinem Angestellten Carsten.

David Besser strahlt Kompetenz aus

Der lobt die freien Werkstätten, zu denen man in der Regel Vertrauen haben könne, weil die ihren Kunden noch Wertschätzung entgegenbringen würden. Leider gebe es aber immer weniger davon. Er hält offensichtlich auch große Stücke auf seinen Chef. Der sei ruhig und gelassen. Rege sich durchaus auch mal auf, aber werde dann „nie bösartig“.

Ein Benz-Getriebe-Querschnitt hängt an der Wand.

Besser, gerade einmal 32 Jahre alt, hat die Werkstatt schon 2016 gegründet. Er trägt einen langen Bart und Kappe, Tattoos schauen unter seinem T-Shirt hervor und er strahlt Kompetenz aus. Und er hat sie auch. David (englisch ausgesprochen) ist Ingenieur und Sachverständiger, dafür hat er zusätzlich einen einjährigen Lehrgang absolviert, hinzu kommen Schulungen für Automatikgetriebe. Wissen ist Macht. Der Ingenieur sagt, dass die Sache mit den Automatikgetrieben eine komplexe Materie sei: „Man sollte wissen, was man tut.“

Auch Wunderwerke müssen gepflegt werden

Die Automatikgetriebe der hochklassigen Fahrzeuge sind komplizierte Gebilde und sie zeugen von Ingenieurskunst. Der durchschnittliche KFZ-Geselle sollte ohne Schulung sicher die Hände davon lassen. Denn, um die komplizierten Gebilde auseinanderzubauen, Fehler zu finden, zu reparieren und zusammenzubauen – dazu braucht es eben Spezialisten. Der Querschnitt eines Mercedes-Benz-Getriebes hängt an der Wand und offenbart so diese vielfältige Technik. Doch auch Wunderwerke müssen gepflegt werden. David Besser: „Nach acht Jahren oder 80 000 bis 120 000 Kilometern sollte man eine Getriebespülung durchführen lassen, um es zu erhalten.“ Besser lässt durchblicken, dass Getriebeöl keine stabil bleibende Flüssigkeit sei. „Öl altert einfach, die Additive zersetzen sich, das Automatikgetriebe arbeitet nicht mehr sauber.“ Nicht nur hochklassige teure Getriebe pflegt und repariert David Besser. Auch das Automatikgetriebe eines VW Golf spült oder repariert er natürlich. Besser nimmt auch Schadenbegutachtungen von Getrieben vor. Und Besser betont: Nur Öl ablassen und neues einfüllen, das reiche nicht aus, um das Getriebe zu pflegen. Zudem würde beim simplen Ablassen nur 40 Prozent des Öls rausfließen. „Drei bis vier Liter bleiben drin.“ Zudem würde sich altes und neues Öl vermischen, dann bleibe einfach der Erfolg aus. Deshalb empfiehlt er die Spülungen. Dass eine Spülung notwendig werde, merke der Automatikfahrer an kleineren Dingen: Anfahrprobleme, Vibrationen, Schaltprobleme. Und nach der Spülung funktioniere alles wieder, man spare zudem Sprit, beuge Getriebeschäden vor und verlängere natürlich die Lebensdauer des mechanischen Wunderwerks Automatikgetriebe.

Der Inhalt eines defekten Automatikgetriebes.

Dass nun langsam aber stetig Elektro-Autos das Geschäft verderben könnten, das sieht David Besser nicht so. Es gebe auch Elektro-Autos mit Zwei-Gang-Wandlerautomatik. Zudem hält er mehr von Wasserstofftechnologie. Außerdem ist er überzeugt, dass Verbrenner noch lange existieren werden.

Besser rät immer zum Automatik-Kauf

David Besser würde beim Autokauf natürlich immer dazu raten, einen Wagen mit Automatik zu kaufen: „Effizienz, Sparsamkeit und vor allen Dingen Komfort“, nennt er aus seiner Sicht drei Vorteile. Da könne ein Schaltwagen nicht mithalten.

David Besser liegt die Selbstständigkeit im Blut. Schon als Student betrieb er nebenbei einen Online-Handel für Hydraulik-Teile. Einen Zwölf-Stunden-Arbeitstag plus anschließende Büroarbeit – das nimmt er in Kauf. Aber Urlaub macht er durchaus auch. Er ist gerne sein eigener Herr: „Ich will entscheiden, wann, wie und wo gearbeitet wird. Das wäre als Angestellter sicher schwierig.“ Auch das Geld spiele eine Rolle beim Selbstständigsein. „Wir kommen ganz gut aus, sagt David Besser.“ Und Pläne hat er auch: Er will eine Halle bauen. Spaß an Technik muss man für diese Profession sicher auch haben. David Besser: „Mein Opa hat geschraubt, Papa hat geschraubt, ich war immer mit dabei.“ Klare Sache, dass Besser auch in seiner Freizeit der Technik zugewandt ist: Er fährt Motorrad und besitzt ein V8-Power-Boot.

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