CDU wird um Kaisergarten und B 229n kämpfen

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MdL Wolfgang Exler war am Donnerstagabend zu Gast bei der Neuenrader CDU. ▪

NEUENRADE ▪ Politikverdrossenheit ist ein Problem, dem die CDU Neuenrade den Kampf ansagt. Auf ihrer Jahreshauptversammlung appellierte der Parteivorsitzende Torsten Schneider an die Mitglieder, auch weiterhin durch Bürgernähe, Ehrlichkeit und Offenheit diesem zeitgenössischem Problem entgegen zu wirken. 41 Christdemokraten hatten sich im Kaisergarten versammelt.

„Wir können froh sein, dass wir hier, an dieser Stelle, zusammenkommen dürfen“, begrüßte Schneider die Mitglieder. Und kam damit direkt zu Beginn auf die aktuelle Debatte um den Kaisergarten zu sprechen. „Das Verhalten des Hauptakteurs ist sehr fragwürdig. Der Anstand besagt es eigentlich, dass dieser sein Ratsmandat niederlegen sollte“, appellierte der Vorsitzende. Und bekräftige damit eine Aussage Renate Drangmeisters, die Heinz Friedriszik bereits im Rat aufgefordert hatte, sein Mandat ruhen zu lassen. Schneider betonte, dass die Neuenrader CDU in dieser Angelegenheit geschlossen hinter dem Bürgermeister stehe.

Anwesend war auch der CDU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Exler: „Kompliment an die Neuenrader CDU. In Sachen Gemeinschaftsschule wurde etwas Zukunftsweisendes auf den Weg gebracht.“ Die Landes-CDU hatte sich im Gegensatz zu den Neuenrader Kommunalpolitikern gegen die Gemeinschaftsschulen ausgesprochen. Exler hingegen betonte, die Debatte nicht ideologisch zu betrachten: „Wir müssen dem Willen der Eltern gerecht werden.“ Des Weiteren hoffe er für Neuenrade auf den Bau der B 229n. Hierzu äußerte sich auch der Fraktionsvorsitzende Alexander Klinke: „Wir sind in Sachen B 229n auf einem guten Weg, die Zeichen stehen auf Erfolg.“ Auch wenn sich derzeit die Bündnisgrünen und Anwohner gegen die Maßnahme wehren würden, gehe er doch davon aus, dass das Planfeststellungsverfahren im Sommer beginnen werde. Die Grünen hätten selbst gesagt, „wenn eine Umgehungsstraße, dann hier. Denn hier ist die geringste Belastung“. „80 bis 90 Prozent der Bevölkerung sind für den Bau“, erklärte Klinke. Daher würde die CDU auch weiterhin Druck machen, um diese „Jahrhundertentscheidung“ voran zubringen.

Die Vorstandswahlen verliefen ohne Probleme und ohne große Veränderungen: Als Vorsitzender wurde Torsten Schneider bestätigt, sein Stellvertreterin bleibt Brigitte Reinken-Stork, Zweiter Stellvertreter wurde Mark Hantelmann. Geschäftsführer bleibt auch weiterhin Dennis Uhlig. Er wird von Daniel Wingen vertreten. Detlef Pavlidis wurde als Schatzmeister erneut bestätigt. Er wird zukünftig vertreten von Sebastian Holub. Als Beisitzer wurden gewählt: Nina Hanke, Horst Hanke, Jürgen Hederich, Joseph Brockhagen, Gerd Fahle und Tim Ulitzka.

Die einzelnen Gruppen waren im vergangenen Jahr sehr aktiv. Besonders stark ist die Senioren Union. Dort sind derzeit 70 Mitglieder aktiv, dies entspricht 9,4 Prozent der Kreis-CDU-Senioren. Zudem sind 70 Frauen in der CDU organisiert, fünf davon sind im Rat vertreten. Beide Gruppen organisierten zahlreiche Vorträge und Gesprächsrunden. Die überdurchschnittlich gut besucht worden seien, hieß es.

Ehrungen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Rüdiger Schmidt, Theo Dickopf, Egon Overhues, Dr. Rolf Dieter Kohl, Wolfgang Schüttler, Ingrid Brinkmann, Marianne Ernst, Wilfried Herberg, Georg-Heinz Wegener, Johannes Schulte-Bröker, Dr. Gert Commandeur, Prof. Dr. Peter Renvert, Uwe Knips, Torsten Kahl und Werner Ciupka geehrt. 40 Jahre sind Renate Drangmeister, Dieter Schmidt, Walter Osterloh, Ursula Heimoeller, Horst Zanger, Paul Schmoll, Günter Grote, Josef Wegener, Hubert Froendt, Hanns Wülle und Franz-Josef Pfeffer dabei. Alois Stromberg ist bereits seit 60 Mitglied der Christdemokraten.

Lydia Machelett

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