So wirbt die Hönnequell-Schule um Viertklässler

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Das Profil und die Angebote der Hönnequell-Schule in Neuenrade wurden interessierten Eltern auch in Form von Stellwänden präsentiert.

Neuenrade – Für Eltern von Viertklässlern wird es allmählich Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, an welcher weiterführenden Schule ihre Kinder angemeldet werden sollen.

Und so fand am Dienstagabend in der Aula Niederheide ein Informationsabend statt, den die Mütter und Väter in großer Zahl besuchten. Burgschul-Rektor Arwerd Riemenschnieder begrüßte sie dort und führte in die Thematik des Abends ein. 

Dann stellten sich die Neuenrader Hönnequell-Schule (HQS) sowie das Altenaer Burggymnasium vor. Beide Schulen kooperieren miteinander. Die HQS pflegt darüber hinaus Kooperationen mit dem Technik- sowie dem Gertrud-Bäumer-Berufskolleg für soziale Berufe, die beide in Lüdenscheid angesiedelt sind. 

Schulempfehlung möglichst Folge leisten

Hans-Ulrich Holtkemper vom Gymnasium ergriff zunächst das Wort. Eindringlich appellierte er an die anwesenden Eltern, der Schulempfehlung der Grundschule Folge zu leisten. Seiner Erfahrung nach würden „80 bis 90 Prozent dieser Einschätzungen richtig“ sein. „Bei der Schulwahl zählt nicht der Bildungsgrad der Eltern oder eines Bekannten“, formulierte er überspitzt. „Und es ist auch nicht wichtig, was das Kind selbst will, oder auf welche Schule der beste Freund des Kindes wechselt.“ Holtkemper setzte nach: „Wenn Sie ihr Kind aufs Gymnasium zwingen, ist das für das Kind am Ende in der Regel eine frustrierende Erfahrung.“ 

Bei der Präsentation der Hönnequell-Schule setzten Schulleiterin Eva Päckert und ihr Team ganz andere Akzente. Die Rektorin der Gemeinschaftsschule betonte: „Bei uns sind alle Schüler gut aufgehoben und richtig.“ Mit den Grund- und Erweiterungs-Kursen sei sichergestellt, dass sich auch Schüler mit einem langsameren Lerntempo optimal entwickeln könnten. „Und Freundschaften werden so eben nicht zerrissen.“ 

Bessere Entwicklungen als prognostiziert

Bei der Betrachtung der HQS-Abgänger von 2016 bis heute kristallisiert sich deutlich heraus, welche Entwicklungen nicht wenige Schüler nehmen. 31 Prozent der Abgänger hatten von der Grundschule eine Hauptschul-Empfehlung bekommen. Lediglich 24 Prozent der Abgänger machten tatsächlich einen Hauptschul-Abschluss. Andererseits: 44 Prozent der HQS-Abgänger erreichten die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe, während lediglich 25 Prozent von ihrer Grundschule eine Eignung für eine gymnasiale Laufbahn attestiert bekamen. 

In Anspielung auf politische Gegner ihrer Schulform, hob Päckert hervor: „Bei uns erfolgt keine Gleichmacherei. Jedes Kind geht vielmehr seinen Weg.“ An der Hönnequell-Schule gebe es eine Differenzierung nach Profilen, die schwerpunktmäßig sprachlich, sportlich oder musisch orientiert sein könnten. Die knapp mehr als 400 Schüler seien an der Gemeinschaftsschule allen Lehrern bekannt. 

Ganztagsunterricht und eigene Mensa

Das „kleine System“ punkte mit Ganztagsunterricht, eigener Schulmensa und maximal 25 Schülern in einer Lerngruppe. Sportstätten, Bücherei und Jugendzentrum seien in unmittelbarer Nähe vorhanden. Weiterer Pluspunkt seien die Differenzierungsräume in Nähe der Klassenzimmer, die die Kleingruppen-Forderung und -Förderung bestmöglich ermöglichten. 

Spezielle Förderangebote rundeten das HQS-Angebot ab. So gebe es etwa bei Schülern mit Lese-Rechtschreib-Schwächen gesonderten Unterstützungs-Unterricht. Aber auch mit Ausbildungen zum Schulsanitäter oder dem Erwerb des Sozialführerscheins mit Einsätzen in Kitas und Seniorenzentren biete die Neuenrader Gemeinschaftsschule einen Mehrwert zu weiterführenden Schulen im Umkreis. 

Unterricht mit Laptops und iPads

Die Unterrichtsräume für Technik, Chemie, Kunst und Physik seien frisch renoviert. Der Unterricht finde bereits heute häufig mit Laptops und iPads statt. „In drei bis fünf Jahren haben wir auch digitale Tafeln“, blickte Päckert in die Zukunft. 

Im Anschluss an das offizielle Programm informierten sich noch viele Eltern an Stellwänden über das Profil der Hönnequell-Schule und kamen mit Lehrern ins Gespräch.

Tag der offenen Tür 

Zu einem Tag der offenen Tür am kommenden Samstag, 23. November, lädt die Hönnequell-Schule Viertklässler und deren Eltern ein. Ab 10 Uhr haben Mütter, Väter sowie Noch-Grundschüler dann Gelegenheit, sich auch einen Probeunterricht anzusehen. In der Zeit gibt es für kleinere Geschwister eine Betreuung in der HQS.

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