Wirbel um Moschee-Diskussion: Erster Teilnehmer sagt ab

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Bettina Griesenbruch (Mitte) und die Bürgerinitiative müssen bei der Diskussionsveranstaltung auf die Anwesenheit von Hamit Yilmaz verzichten.

Neuenrade – Für den 4. Dezember plant die Bürgerinitiative (BI) „Großmoschee verhindern“ eine Podiumsdiskussion wo es um eben dieses geplante Großprojekt in der Hönnestadt gehen soll. Nun gibt es bereits im Vorfeld der Veranstaltung einigen Wirbel.

Denn Hamit Yilmaz, Vorsitzender des türkisch-islamischen Kulturzentrums in Neuenrade, das die Mosche bauen lassen möchte, wird anders als von der BI in einer Mitteilung angekündigt, nicht an der Diskussionsrunde teilnehmen. 

Im Gespräch mit der Redaktion erklärte Yilmaz erst aus der Zeitung von dieser Veranstaltung erfahren zu haben. „Es gab vorher keine Kontaktaufnahme mit mir. Diese Veranstaltung ist weder terminlich noch inhaltlich mit mir abgestimmt worden. Diese Vorgehensweise der BI ist für mich persönlich irritierend“, so Yilmaz. 

BI bestätigt: Bislang kein Kontakt

Dass es im Vorfeld keinen Kontakt gegeben hat, bestätigt auch Bettina Griesenbruch, Sprecherin der Initiative. „Ich habe mit Herrn Yilmaz persönlich noch nie ein Wort gewechselt“, sagte sie auf Anfrage der Redaktion. Die Anfrage zur Teilnahme habe sie per Einschreiben an die Moschee an der Bahnhofstraße geschickt, weil sie nicht über Yilmaz’ Privatadresse verfüge. In der Moschee sei das Einschreiben am 9. November angenommen worden. Die Pressemitteilung zur Diskussionsrunde hatte die Bürgerinitiative am 8. November verschickt. 

Weitere Diskussionsgäste sollen Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU), ein noch nicht benanntes Ratsmitglied, Gerhard Jorga und Bettina Griesenbruch von der Bürgerinitiative sein. Zudem ein Gast, dessen Namen die Bürgerinitiative weiterhin nicht nennen möchte. „Wir werden zu diesen Gast im Vorfeld nichts sagen“, bekräftigte Griesenbruch am Freitag noch einmal, ohne Angaben zu den Gründen machen zu wollen. 

Weiter offen für Gespräche 

Hamit Yilmaz ist es wichtig zu betonen, dass seine Absage nicht bedeute, künftig den Dialog mit den Neuenradern und der Politik abbrechen zu wollen. „Grundsätzlich haben ich und meine Gemeinde in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass wir offen und transparent mit unserem Bauvorhaben umgehen. Hierfür sprechen Gespräche mit Neuenrader Politikern sowie Vertretern aus der Zivilgesellschaft“, so Yilmaz. 

Neben den Vorbereitungen für die Podiumsdiskussion hat die BI einen namentlich nicht genannten Rechtsanwalt eingeschaltet, der prüfen soll, ob die Initiative am Baugenehmigungsverfahren zu beteiligen ist.

Die Podiumsdiskussion findet am Mittwoch, 4. Dezember, ab 18 Uhr im Kulturschuppen an der Bahnhofstraße statt.

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