Gelände freigeschnitten

Winterlit: Vorbereitende Arbeiten für Großprojekt

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Das Gelände des ehemaligen Betonwerkes wurde vom Bewuchs befreit. Es ist rund 44 000 Quadratmeter groß, es wird wohl mit Bauschutt bis zu einer Höhe von 14 Meter verfüllt.

Neuenrade – An der Winterlit ist es in diesen Tagen zu Abholzungen gekommen. So wurde das Gelände des ehemaligen Betonwerkes von Bäumen freigeschnitten, auch an den Rändern des kleinen Tals wurden Gehölz und Bäumen beschnitten.

Nun lassen sich die Dimensionen des Bachtals erkennen, das nach Realisierung des Bebauungsplanes mittelfristig zugeschüttet werden soll. 

Mittelfristig entsteht so ein Gelände mit Dirtpark für Mountainbiker, die Fläche insgesamt wird nutzbarer für die Anlieger. Der ökologische Zustand des jetzt durch großflächige Betonplatten versiegelten Gebietes wird nach Ansicht der beteiligten Behörden und Gutachter verbessert. 

Planungen laufen seit Frühjahr 2018

Seit Frühjahr 2018 laufen die Planungen, die öffentlich sind. Das Projekt wurde breit besprochen und umfassend präsentiert. Die Lobbe-MK Umweltservice GmbH & Co. KG betreibt das Vorhaben. Das Genehmigungsverfahren läuft noch. Beteiligt sind NBTK Ulbrich aus Werdohl und der Entsorger Lobbe. 

Auf Nachfrage zu den Abholzungen sagte Bauamtsleiter Marcus Henninger, dass es noch keine Baugenehmigung gebe, die Beseitigung des Gehölzes zudem nicht genehmigungsrelevant sei. Doch die Abholzungen seien mit dem Forstamt, mit der Stadt und der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt worden. Die Arbeiten seien auch wegen der Naturschutzfristen geschehen. Denn nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen Bäume nur bis Februar gefällt werden Die Vorgehensweise sei also normal. Gleiches sei beim Bauvorhaben Hinterm Wall und auch beim laufenden Neubau der Kita am Rüterbruch erfolgt. 

Anwohner üben Kritik

Die geplante Bauschuttdeponie stößt allerdings auf Kritik bei den Anwohnern. Diese machen sich Sorgen wegen des möglichen Staubs, wegen des Lärms und möglichen weiteren Belastungen für die Umwelt durch die vielen 30-Tonner, die über Jahre dort fahren und Schutt abladen würden. 

Der Rat befürwortete das Projekt jüngst: Das Gelände wird – wenn die Pläne Realität werden – mit Bauschutt aufgefüllt. Es soll sich dabei um harmlosen, mineralischen Schutt handeln. Art und Beschaffenheit ist definiert, das Schüttgut wird kontrolliert. Für das Vorhaben wird der Bachlauf der Winterlit an den Rand der Aufschüttung verlegt. Das Gelände selbst soll nach Abschluss der Aufschüttungen als Freizeitgelände konzipiert werden. Insgesamt werden 44 000 Quadratmeter Fläche bis zu einer Höhe von 14 Meter befüllt. Zwischen fünf und sieben Jahre – je nachdem wie die Bautätigkeiten in der Region ist – wird das Befüllen laut Betreiber wohl dauern. 

Win-win-Situation für alle?

So wie es zumindest die Pläne vorsehen, soll es am Ende für alle Beteiligten eine Win-win-Situation werden. Der Eigentümer hat sein Gelände mit dem alten Betonwerk verkauft, die Investoren werden mit der Entsorgung von Bauschutt wohl Gewinn machen, die Stadt hat eine Brache weniger im Beritt und die aktuelle Hochwassergefahr an der Winterlit wird entschärft.

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