Winterdienst Neuenrade weiterhin in Bereitschaft

Der Winterdienst war in diesem Jahr lange und regelmäßig im Einsatz, der Wechsel von Tauwetter und leichtem Schneefall machte den Mitarbeitern zu schaffen. Schneemassen wie auf diesem Archivfoto gab es diesen Winter aber nicht.

NEUENRADE - Auf eine baldige Wetterbesserung hoffen die im Winterdienst Beschäftigten. „Ich hoffe, dass die Wintersaison so langsam zu Ende ist, auch im Sinne unserer Mitarbeiter“, sagte Klaus Peter Korte vom Neuenrader Bauamt gestern. Für die 13 Mitarbeiter des Bauhofes bot der Winter kaum eine Möglichkeit längeren Urlaub zu machen.

Von Sebastian Berndt

Zum normalen Dienst komme noch die Rufbereitschaft. So werden die 13 Mitarbeiter in fünf Teams zu jeweils zwei oder drei Personen aufgeteilt. „Ab 4.30 Uhr werden Kontrollfahrten durchgeführt“, so Klaus Peter Korte. Sollte der Kontrolldienst feststellen, dass es glatt ist, wird die Rufberereitschaft aktiviert. Bis 22 Uhr stehen die Teams auf Abruf bereit, auch am Wochenende. „Wenn es samstags und sonntags schneit, macht jeder Mitarbeiter am Wochenende schnell zehn Überstunden,“ so Korte. Überstunden die in der Wintersaison nur schwer abgebaut werden können.

Der Bauhof unterhät einen größeren Streu-Lkw und drei kleinere Räummaschinen für enge Straßen und Fußwege. Dass der Winter in dieser Saison besonders lang und kalt war, bestätigt auch der Salzverbrauch. Von November bis März streute der Winterdienst insgesamt 370 Tonnen Streusalz. „Im Jahresmittel der vergangenen fünf Jahre haben wir jeweils 270 Tonnen Salz verbraucht“, so Korte. Mit hundert Tonnen mehr liege der Verbrauch somit etwa 40 Prozent über dem Durchschnitt. Da der Bauhof zu Beginn des Winters nur 150 Tonnen Salz bereit hält, muss regelmäßig nachgekauft werden. „Wir versuchen das Silo gefüllt zu halten. Sobald eine neue Ladung Salz in das Silo passt, kaufen wird nach“, erklärte Klaus Peter Korte. Das Zukaufen von Salz sei in diesem Winter problemlos verlaufen, Engpässe hätte es nicht gegeben. Das sei aber nicht aufgrund einer geringeren Nachfrage der Fall, Großabnehmer wie Autobahnmeistereien würden sich besser bervorraten, erläuterte Korte. Mit Ende des Winters ändern sich die Aufgaben des Bauhofes. Blumenbeete müssen bepflanzt und Sträucher zurückgeschnitten werden. „Erholsam ist das auch nicht, aber zumindest nicht ganz so belastend wie die Winterarbeiten“, schloss Klaus Peter Korte.

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