Windräder in Affeln: Erstaunen und Irritation

NEUENRADE ▪ Die Nachricht, dass in Affeln/Altenaffeln vier Windräder à 200 Meter Höhe gebaut werden könnten, schlug ein wie eine Bombe. Erstaunen, Irritation, Wachsamkeit – so lassen sich die Reaktionen umschreiben, vor allem im Hinblick auf die Informationspolitik des Märkischen Kreises.

Dort hat man zwar das Vorhaben als amtliche Bekanntmachung veröffentlicht. Aber niemand, so kam es jedenfalls in der Redaktion an, hat offenbar die Stadt Neuenrade so richtig informiert. Zumindest war auch der Vorsitzende des Planungs- und Bauausschusses, Toni Wiesemann vor allem nicht über die Aussetzung der Umweltverträglichkeitsprüfung, informiert.

Wiesemann ist jedenfalls ernsthaft irritiert. Da fehle es an Transparenz, sagte der Bauausschussvorsitzende. Und ergänzte: „All das ist schon heftig, das müssen wir verdauen und bewerten“.Vor allem sei es doch Ansinnen von Politik und Verwaltung einen Bürgerwindpark zu installieren. Da arbeite man doch an dem interkommunalen Vorhaben.

Seitens der Stadt Neuenrade verwies Bauamtsleiter Markus Henninger auf die Satzung der Stadt, welche die Höhe auf 100 Meter begrenzt. „Das ist unser Planungswille“, sagte Henninger. „Wir haben an anderer Stelle geignete Flächen“. Und er ergänzte, dass man zu dem Vorhaben in Affeln das gemeindliche Einvernehmen „nicht erteilt“ habe. Vom Märkischen Kreis war gestern keine Stellungnahme zu bekommen. der zuständige Fachdienstleiter war gestern nicht erreichbar, sagte Sprecher Hendrik Klein. ▪ vdB

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