Windpark Kohlberg: 30 Millionen Euro Investitionsvolumen

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Joachim Schulenburg, Teamleiter Projektentwicklung bei der SL Windenergie/SL Naturenergie mit Pressesprecherin Simone Schmidtke auf dem Kohlberg.

Neuenrade - Das Investitionsvolumen ist beachtlich: Projektierer Joachim Schulenburg von der SL Windenergie/SL Naturenergie rechnet bei sechs Windenergieanlagen á 200 Meter Höhe mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro – plus/minus zehn Prozent.

 Ein gewaltiges Projekt, das aber durchaus in das Portfolio (81 Anlagen, verteilt auf 25 Gesellschaften, nur in NRW) des zwei Dutzend Mitarbeiter zählenden Unternehmens aus Gladbeck passen würde. Bisher läuft es gut: die Strombilanz des Windmessgerätes auf dem Kohlberg verzeichnet in den ersten vier Monaten seit Aufstellen ganz gute Werte und ansonsten geht alles seinen Gang.

Und Projektentwickler Joachim Schulenburg ist zuversichtlich, was die Realisierung des Windparks anbelangt. Bei der Projektierung arbeite man mit sehr viel Puffer. Sprich man ist für alle Eventualitäten gewappnet. Und für Ende 2016 hofft man auf die Genehmigung, dann wird gebaut und je nach Witterung (man rechnet normal zwischen sechs und neun Monaten Bauzeit) könnten sich die Windräder schon 2017 auf dem Kohlberg drehen.

 Mit den Banken wird derzeit verhandelt, nun müssen rund 20 Prozent Eigenkapital aufgebracht werden. Und da es sich um ein heimisches Projekt handelt, sollen auch Neuenrader oder Dahler bei der Beteiligung profitieren. In Form einer Genossenschaft – so würde es die Neuenrader Verwaltung wohl gerne sehen – könnte der Bürgerwindpark organisiert sein. Wie dem auch sei: Schon im nächsten Jahr könne man sich mit dem Thema intensiv befassen. Was die Beteiligungsmodelle anbelangt, da sieht Projektierer Schulenburg noch andere Möglichkeiten, denn eine Genossenschaft sei schwer zu handhaben, weil man „im Betrieb eine höhere Reaktionszeit hat“. Gleichwohl würden die etwaigen Anteilsscheine so konzipiert, dass man sich schon mit einem dreistelligen Betrag beteiligen könne. Fünf bis sechs Millionen Euro müssten also als Eigenkapital von den Bürgern (das können auch heimische Unternehmen sein) aufgebracht werden, bevor die Bank hier den Rest finanziere. Natürlich will auch die SL Naturenergie ihre Anteile an dem dann auch wie immer gearteten Konstrukt haben.

Und die Region soll eben auch davon profitieren. Da wo eine Belastung entstehe, soll nun auch der Ertrag generiert werden, betont Projektleiter Schulenburg. Sozusagen eine Absage an Geldgeber, die nicht aus der näheren Umgebung kommen. Auch über mögliche Renditen bei den Anteilsscheinen hat man schon Vorstellungen. So wurde im Gespräch die Spannweite von drei bis sechs Prozent pro Anteilsschein genannt. Doch: Es muss erstmal genehmigt werde. Das entscheiden Kreis und Bezirksregierung.

Bleibt nochmal der Hinweis auf das Vorgehen der Neuenrader Verwaltung, auf dem Kohlberg diese Fläche auszuweisen. Schulenburg ist sich da sicher, dass ohne diese Ausweisung über kurz oder lang jede Menge Windanlagen in Neuenrade stehen würden. Wie viele, das vermochte er nicht zu sagen: aber die Zahl läge „im hohen zweistelligen Bereich“. Und auf dem Kohlberg würden die Anlagen dennoch realisiert. Und was die Altenaer Bürgerinitiative anbelangt, auf die wollen Schulenburg und Co noch zugehen. - Von Peter von der Beck

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