Windkraft: Vorrang-Thema bei der SPD

Landtagskandidatin Inge Blask präsentierte sich bei der Neuenrader SPD. ▪ Jentzsch

NEUENRADE ▪ „Wir wissen wie man spart“, lautete eine der Kernaussagen des Kassierers Frank Bäcker während der Jahreshaupversammlung des Neuenrader SPD-Ortsvereins am Mittwochabend im Kaisergarten. Schließlich würde sich der Ortsverein der Sozialdemokraten zu 95 Prozent über die Mandatsträger und zu weiteren fünf Prozent aus Mitgliedsbeiträgen finanzieren. Spenden seien bei der SPD im Jahr 2011 keine eingegangen. Man sei zwar finanziell nicht auf Rosen gebettet, habe aber trotzdem ein kleines Plus erwirtschaftet, erklärte Bäcker.

Sparen ist nicht nur im SPD-Ortsverein ein Thema, auf Landes- und Bundesebene wird darüber ebenfalls heiß diskutiert. Inge Blask, Landtagskandidatin der SPD, war am Mittwoch zu Gast im Kaisergarten. Sie stellte kurz dar, welche Bereiche ihr am Herzen liegen. Bildung, Kinder und Kommunen titelte Blask. In Bildung und Schulen müsse investiert werden, die Kommunen sollten wieder handlungsfähiger werden, die Bevölkerung müsse in der Lage sein, ohne staatliche Unterstützung ihr Leben zu finanzieren und ungleiche Lebensverhältnisse in den Bundesländern sollten nach Möglichkeit angeglichen werden. Es gebe weiterhin viel zu tun, sagte Blask.

Der Fraktionsvorsitzende Peter Müller informierte die Mitglieder derweil über kommunalpolitische Themen. „Die Müllentsorgung in Neuenrade wird uns noch beschäftigten“, stellte Müller klar. Die Windkraft, die Situation im Neuenrader Einzelhandel, der demografische Wandel und seine Folgen sowie die U3-Betreuung hob Müller exemplarisch heraus.

Zum Aspekt Windkraft, der aufgrund des Vorhabens in der Vorrangzone im Bereich Altenaffeln derzeit ein heißes Thema ist, erklärte der Fraktionsvorsitzende, dass es noch einiges zu klären gäbe und ein Gutachten insgesamt sieben mögliche Standorte im Neuenrader Stadtgebiet ausweisen würde. Herr Kynast hätte schon vor Jahren eine Anlage auf den Flächen Richtung Höllenstein errichten wollen. Die hätte aber zu dicht an den Gärten der Anwohner gestanden, worauf die Vorrangzone hinter Altenaffeln ausgewiesen worden sei. „Da werde schon keiner bauen wollen“, gab Müller damalige Aussagen wieder. Die aktuelle Situation widerlege diese Annahme nun.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde unter anderem die komplette Führungsspitze im Amt bestätigt. Zudem wurden Erich Höhlz (25), Brigitte und Klaus Danisch (40), Paul-Heinz Langhammer (40) und Erich Altmann (50) für ihre Parteitreue ausgezeichnet. ▪ Markus Jentzsch

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