An der Niederheide

So will Lidl die Ansiedlung des Konkurrenten Aldi in Neuenrade verhindern

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Neuenrade – Die geplante Ansiedlung eines Aldi-Marktes an der Niederheide und die damit verbundene Erweiterung des „zentralen Versorgungsbereichs“ trifft nicht überall auf Gegenliebe.

So erreichte die Stadt Neuenrade in diesen Tagen ein Schreiben des Discounters Lidl, der vehement den Planungen widerspricht und wiederholt darauf hinweist, dass ein Gericht diesen sicher nicht zustimmen werde. 

So heißt es in dem Schreiben: „Die vorliegende Planung lässt eine nachhaltige, nur schwer wieder zu korrigierende Fehlentwicklung zu Lasten des Stadtkerns befürchten.“ Zuvor legt der Discounter auf elf Seiten seine Bedenken dar und stellt sich schützend vor den Einzelhandel der Innenstadt: Nicht nur der eigene Lidl-Markt, sondern auch die Dienstleister sowie der weitere kleinteilige Einzelhandel erlitten durch die Ansiedlung eines Magnetbetriebes im Randbereich des Zentrums Schaden. Neue Leerstände seien die logische Folge. Deshalb widerspreche Lidl. 

Stadt: "Planung wird unverändert beibehalten"

Die Stadt möge deshalb von den „Planungen Abstand nehmen“. Die Stadt antwortet mit einer umfassenden Abwägung. Zum Abschluss heißt es: „Die Planung wird unverändert beibehalten.“ Man verweist auf das Einzelhandelsgutachten, das die Pläne als unschädlich für sonstige Anbieter – außer eventuell für Lidl – sieht. Auch erwähnt die Stadt ein Gerichtsurteil. Darin heißt es: Zweck zentraler Versorgungsbereiche sei nicht der Schutz vorhandener Einzelhandelsbetriebe um ihrer selbst willen, sondern es gehe um die Entwicklung von Städten; schon gar nicht gehe es um Verhinderung von Konkurrenz. 

Die Niederheide ist heute Thema im Bauausschuss.

Im Lidl in Lüdenscheid zahlte eine Frau für einen Fehler einen hohen Preis. Die Polizei warnt. 

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