Wilder Tanz im Pfadfinder-Zelt

NEUENRADE ▪ Das „Gertrüdchen“ 2010 hat am Dienstag in einer langen Verhandlung das Amtsgericht Altena beschäftigt. Einer 31-jährigen Altenaerin wurde vorgeworfen, dort bei einem Tumult im Festzelt der Pfadfinder kräftig ausgeteilt zu haben. Von Schlägen und Tritten war die Rede. Vier Besucherinnen sollten etwas abbekommen haben, so die Anklageschrift. Vor dem Richter saß eine adrette Frau, Mutter von drei Kindern. Auch sie selbst hatte bei dem Handgemenge Verletzungen davongetragen, war im Krankenhaus wegen Quetschungen und Schürfwunden behandelt worden.

Bis zum Nachmittag kamen allein neun Zeugen zu Wort, um Licht in das Geschehen zu bringen, das sich kurz vor Mitternacht an jenem 19. März 2010 auf dem „Wall“ in der Nachbarstadt abgespielt hatte. Ganz sicher schien am Ende nur, dass in jener Nacht im Pfadfinder-Zelt „etwas rauer getanzt“ wurde, wie eine Zeugin den wilden „Pogo“-Tanz beschrieb   – und dass die Besucherinnen schließlich aneinandergerasselt waren und vier Polizisten anrücken mussten.

Das Verfahren gegen die 31-Jährige wurde schließlich gegen eine Geldbuße von 500 Euro – zahlbar in Raten an die Justizkasse   – eingestellt. ▪ tk

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