Schnelle Rhythmen aus Irland

Wilde Party-Abende beim 662. Gertrüdchen

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Das Publikum in der Gertrudenpassage und im Pfadi’s Inn war sehr gemischt. An beiden Party-Abenden feierten alte und junge Gäste gemeinsam zu der Musik der verschiedenen Künstler.

Neuenrade - Der Freitagabend des Gertrüdchens ist längst Kult – Feierlaunige kommen hier voll auf ihre Kosten. Gertrudenpassage und Pfadi’s Inn bildeten dabei auch in diesem Jahr die Schwerpunkte der abendlichen Sause. Der dabei sonst übliche Regen blieb den Besuchern zumindest am Partyfreitag erspart.

Mit den Entspannungsministern hatten sich für das Zelt der Pfadfinder auch wahre Schwergewichte in Sachen Covermusik angekündigt. Nach ihrer letztjährigen Abstinenz wollten die Gertrüdchen-Stammgäste dem rockliebenden Publikum ordentlich einheizen. 

Doch zum zweiten Mal in Folge mussten die Entspannungsminister absagen. Frontmann Maik Wiesegart lag mit Grippe im Bett, an einen Auftritt war nicht zu denken. Schnell musste Ersatz her, schließlich galt es das Publikum mit Live-Musik zu unterhalten. 

Kurzfristig Ersatz gefunden

Die Pfadfinder ließen ihre Kontakte spielen und organisierten kurzfristig das Wolfman Blues Orchestra.

Samstagmittag um 12 Uhr seien die Neuenrader mit ihrem Hilferuf an Gitarrist und Sänger Benny Peiser herangetreten, erklärte der Schlagzeuger des Trios, Markus Schickard. 

Nach dem Telefonat habe man sich kurz abgesprochen und sei dann spontan in das Pfadi-Zelt gekommen. Dort brachte die dreiköpfige Band treibenden Blues-Rock auf die Bühne – einen völlig anderen Stil als die Entspannungsminister ihn spielen. 

Wilde erste Partynacht beim 662. Gertrüdchen

Doch die Musik war nach dem Geschmack der Rockfans, die sich in das Zelt drängelten. Mit langen Gitarrensolos und psychedelischen Elementen peitschte die Kombo das Publikum an. Eifrig wurde getanzt, mitgesungen und geklatscht. 

Für weitere Live-Musik sorgten anschließend Daniel Pütz und Jap Müller. Die beiden Mitglieder der Entspannungsminister sind auch als Duo unter dem Namen „U-Musik“ auf den lokalen Bühnen vertreten und sorgten somit beim Gertrüdchen für musikalische Begleitung. 

Schlagerhits und Evergreens

Viele der Besucher zog es in die Gertrudenpassage – was wohl neben dem nur dort ausgeschenkten Buba-Bitter auch an den Schlagerhits und Evergreens lag. Ein DJ sorgte mit so manchem Klassiker für begeistert mitträllernde Feiernde. 

Teilweise standen die Passagen-Besucher dicht gedrängt und es gab kaum ein Durchkommen. Einige wagten sich gar auf die Brüstung des Zauns der evangelischen Kirche und feuerten die Gasse von oben an. 

Ähnlich ging es in der Passage am Samstag zu. Zwar hatte sich das Wetter dem Gertrüdchen angepasst und es regnete, doch das tat der Feierfreude der Neuenrader und ihrer Gäste keinen Abbruch. 

Gertrüdchen: Party am Samstagabend

Um sich von außen warm zu halten tanzten die Besucher zu den Schlagerhits, für die innere Wärme sorgte wohl so mancher Buba-Bitter. 

Im Pfadi’s Inn hatten die Musiker der siebenköpfigen Band „Irish Maiden“ die Bühne fest im Griff. Die Formation aus Iserlohn und Hemer bot einen Tag nach dem St. Patrick’s Day irischen Folk-Rock und vertrieb so schnell die Kälte aus den Knochen. Denn was könnte besser zum Gertrüdchen-Wetter passen als die schnellen Rhythmen von der grünen Insel. 

Mit Gitarre, Bouzouki und Flöte vermochten es die Musiker, das Zelt in einen Pub zu verwandeln. „Das ist ein Lied zum Steppen“, rief Sängerin Annette Teske in das Publikum und die Zuhörer folgten ihrem Ratschlag. Rasch legten die Liebhaber des Irish-Rock ihre Jacken an die Seite und tanzten begeistert los. 

Erfolgreiche Abende

So waren beide Abende ein Erfolg für Künstler und Feiernde, schließlich boten sowohl die Gertruden-Passage als auch das Pfadi’s Inn hervorragende Möglichkeiten, um noch bis tief in die Nacht das 662. Gertrüdchen zu zelebrieren.

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