B. Levermann vergrößert sich weiter

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Geschäftsführer Bernd Levermann präsentiert seine zusätzliche Halle.

Neuenrade -  Für mehr Platz und eine verbesserte Logistik: Der Stahlbauer B. Levermann investiert.

Die B. Levermann GmbH & Co. KG gehört zu den Unternehmen in Neuenrade, die in den vergangenen Jahren sichtbar gewachsen sind und die kontinuierlich investiert haben. Der Standort in Küntrop – neben der Keimzelle in Blintrop – wurde nach dem allerersten Neubau 2013 zügig ausgebaut. Schon 2016 wurde die Halle um 1000 Quadratmeter vergrößert, nun erfährt das Unternehmen einen weitere Vergrößerung von noch einmal 1200 Quadratmetern. In der neuen Halle wird es eine Krananlage geben, eine komplette Blechverarbeitung mit Abkantpresse sowie Schwenk-Biegemaschinen. Der Anbau sei dem Wachstum des Unternehmens geschuldet, aber vor allem der internen Logistik, erläutert Geschäftsführer Bernd Levermann.

Umsatz um 30 Prozent gestiegen

 Der Umsatz sei in den vergangen Jahren kontinuierlich um 30 Prozent gestiegen, rund 25 Mitarbeiter – darunter vier Meister und zwei Techniker – beschäftigt die Firma derzeit. Die Firma B. Levermann ist im Bereich Stahlbau und Maschinenbau tätig, natürlich gehört zum Geschäftsfeld auch die Bauschlosserei. Auf Privatkunden (Geländerbau) legt Levermann nach wie vor großen Wert: „Damit sind wir groß geworden, damit machen wir auch weiter.“ Die Industriekundschaft mache aber mit rund 70 Prozent den größten Anteil aus. Da gehe es um Hallen, aber auch um Regale und stählerne Auffangwannen, die unter Maschinen stehen. Bis zu 300 Quadratmeter große Wannen fertigen die Küntroper Stahlbauer. Des weiteren stellen sie Maschinengestelle, Wartungsgänge, Coils für die Drahtindustrie oder auch Aufhängungen für Galvanikanlagen her. Zum Portfolio gehören durchaus spektakuläre Stahlkonstruktionen wie Kartbahnen für Kreuzfahrtschiffe. Auch für die Papenburger Meyer-Werft arbeiten die Levermannschen Stahlbauer. Und jüngst wurde eine 25-Meter-Brückenanlage für ein Altenzentrum in Arnsberg gebaut. Für derartig großformatige Projekte sei es sinnvoll, Platz zu haben.

Projekt mit BWL-Studenten

 Bernd Levermann achte darauf, dass der Facharbeiternachwuchs gewährleistet ist, bildet drei Azubis aus. Er pflegt aber auch Kontakte zur Uni. Projekt mit BWL-Studenten So hat er BWL-Studenten im Haus, die im Rahmen eines Projektes eine Produktherstellung von Anfang bis Ende kaufmännisch durchplanen. Details verrät Levermann nicht, das Produkt sei noch geheim. Was die Konjunktur anbelangt, so zeigt sich Levermann optimistisch. „Der Bausektor läuft nach wie vor gut, schon jetzt haben wir einen Auftrag für das nächste Jahr bekommen.“ Sicher sei das auch branchenabhängig. Wer in der Automotive-Industrie unterwegs sei, habe sicher unruhige Zeiten. Redlich müht sich Bernd Levermann, doch es läuft nicht alles glatt. So wundert er sich, dass der Zeitraum zwischen Antragstellung und Baugenehmigung durch den Märkischen Kreis sieben Monate betragen habe.

Teurer Löschwasserbehälter nötig

 Die Genehmigung für die Projekte zuvor hätten nur ein paar Wochen in Anspruch genommen. Zudem gab es die Auflage, einen Löschwasserbehälter vorzuhalten, was „plötzliche Mehrausgaben in Höhe von 50 000 Euro“ nötig machten. Glücklicherweise gab es noch eine platzsparende Idee der untere Wasserbehörde: Der Behälter wurde in die Uferböschung integriert. Offensichtlich sei die Löschwasserversorgung im Industriegebiet unterdimensioniert. Marcus Henninger, Neuenrader Bauamtsleiter, verweist darauf, dass es „eine empfohlene technische Richtlinie“ gebe, die greife, wenn eine bestimmte Gebäudegröße überschritten werde. In Neuenrade seien die Leitungen so dimensioniert, dass 1600 Liter pro Minute entnommen werden könnten. „Das ist schon gut“. Gleichwohl würden bei neuen Industriegebieten in der Regel seitens der Kommune Löschwasserteiche gebaut.

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