Kultur soll noch wichtiger werden

Karl-Michael Dommes und Klaus Peter Sasse bei Unterzeichnung des Vertrages.

NEUENRADE ▪ Kultur in Neuenrade wird noch wichtiger, der Stellenwert wird weiter steigen. Davon ist nicht nur Bürgermeister Klaus Peter Sasse überzeugt. Auch Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbank im Märkischen Kreis, sieht das offenbar genauso. Deshalb erklärte er sich nach einem schon etwas länger zurück liegendem Gespräch mit dem Bürgermeister bereit, einen Vertrag mit dem forumneuenrade einzugehen.

Gestern wurden im kleinen Sitzungssaal des Neuenrader Rathauses mit Klaus-Peter Sasse, Vorsitzender des Kunstvereins, der Vertrag unterzeichnet. Demnach wird die Volksbank „zunächst“ über einen Zeitraum von drei Jahren jährlich 1500 Euro dem „forumneuenrade“ zur Verfügung stellen. Monika Arens, Kulturbeauftragte der Stadt und gestern bei der Unterzeichnung dabei, freute sich auch über das Engagement der Bank: „Kultur braucht Partner“, so formulierte sie in diesem Zusammenhang einen griffigen Slogan. Sasse bedankte sich bei Vorstandssprecher Dommes, denn durch dieses Engagement werde die Situation beim Kulturverein entspannter.

Kulturell muss sich die Stadt Neuenrade nicht verstecken: Ausstellungen mit überregionaler Bedeutung, ein vielfältiges Bühnenprogramm im Kaisergarten. Ob Literatur, Musical oder Kleinkunst – in Neuenrade wird ein gutes Angebot vorgehalten. Generationsübergreifende kulturelle Bildung stehe dabei im Mittelpunkt. Zu den wichtigsten Einrichtungen gehöre dabei die Kunstwerkstatt Kiku, betonte Sasse. Diese Einrichtung habe sich zu einer regelrechten Kunstschule gemausert. Wichtig sei hier die ständige Zusammenarbeit mit den Schulen und eben auch mit den Älteren. Zudem sei jetzt auch ein Kunsttherapeutin mit im Boot. Sasse betonte: „Kunst gehört, genauso wie ein kostenfreier Zugang zu den Sportstätten und ein Freibad, zu den wichtigen weichen Standortfaktoren einer Stadt“. Volksbankvorstand Dommes sieht das genauso. „Für so eine kleine Stadt ist so ein vielfältiges Kulturleben wichtig“. Das spiele eine wichtige Rolle wenn Menschen sich für eine Stadt entscheiden würden. Gerne unterstützte die Volksbank die Kultur der Hönnestadt – auch weil „die Herzkammer unseres Hauses in Neuenrade ist“.

So will die Stadtverwaltung via Kulturamt und Kulturverein weiter am guten Kulturimage der Stadt arbeiten. Noch steht der Kulturetat nicht zur Debatte, Logistisch unterstützt die Stadt weiter intensiv das Kulturgeschehen. Monika Arens jedenfalls berichtete von Besuchern aus dem gesamten Märkischen Kreis, von erstaunten Äußerungen nach dem Motto „das ist gar nicht provinziell hier“. Das bezieht sich nicht nur auf die technisch moderne Bühnenausstattung sondern auch auf das inhaltliche Angebot. Da habe Monika Arens ein gutes Händchen bewiesen, sagte Sasse. Dabei wird kulturell nicht nur Mainstream bedient – hier und da gibt es etwas Experimentelles.

Peter von der Beck

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