Fällarbeiten beendet

Wichtige Verbindungsstraße im Kreis nach sechs Wochen wieder befahrbar

Das Landschaftsbild und die Lichtverhältnisse in der Höllmecke haben sich nach dem Einschlag des Käferholzes total verändert. Es ergibt sich ein völlig neuer Eindruck bei der Durchfahrt, die jetzt wieder möglich ist.
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Das Landschaftsbild und die Lichtverhältnisse in der Höllmecke haben sich nach dem Einschlag des Käferholzes total verändert. Es ergibt sich ein völlig neuer Eindruck bei der Durchfahrt, die jetzt wieder möglich ist.

Eine wichtige Verbindungsstraße zwischen dem Hönne- und dem Lennetal ist nach mehrwöchiger Sperrung jetzt wieder gefahrbar. Ein Verantwortlicher erklärt, warum die Dauer der Sperrung um die Hälfte länger war als ursprünglich geplant.

Neuenrade ‒ Die Höllmecke ist wieder frei. Der wichtige Verbindungsweg von den Höhenlagen ins Lennetal war seit Mitte Februar komplett gesperrt. Der Grund: Die vom Borkenkäfer befallenen Fichten mussten auf beiden Seiten der Straße gefällt werden. Eine Sperrung ließ sich nicht umgehen.

Zu gefährlich wäre es für die Autofahrer geworden. Leicht hätte von den steilen Hängen ein Baumstamm auf die Fahrbahn rollen können. Zudem mussten die eingesetzten Großgeräte die Straße zum Teil als Lade- oder Rangierfläche nutzen, Holz musste zum Abtransport an den Straßenrändern gelagert werden.

Dabei kamen die Verantwortlichen der Firma Humke nicht umhin, die ursprünglich nur für vier Wochen angesetzte Sperrung um 15 Tage zu verlängern. Jan Humke: „Das hatten wir uns auch anders vorgestellt.“ Und anders geplant. Leider seien bestellte Unternehmer nicht aufgetaucht, es habe Maschinenausfälle gegeben und angeforderte Ersatzmaschinen seien nicht gekommen. Deshalb habe man gebührenpflichtig verlängern müssen.

145 Container-Ladungen abgeholzt

Nun ist die Strecke wieder frei. Straßen.NRW hat am Dienstag die Strecke gereinigt. Die Leitplanken seien auch wieder angebracht worden. Humke kann auch nun den Holzeinschlag genauer beziffern: Die gewaltige Menge von 5000 Festmetern Käferholz sei von den Hängen geholt worden. Das entspricht dem Inhalt von rund 145 Schiffscontainern. Gleichwohl seien die Fäll- und Sägearbeiten noch nicht abgeschlossen. Auf einer Seite des Hanges müssten noch mindestens 1500 Festmeter eingeschlagen und verarbeitet werden, hieß es von Jan Humke. Das könne aber ohne Sperrung erfolgen.

Zum Einsatz kamen und kommen sogenannte Harvester. Maschinen, welche Bäume in wenigen Minuten fällen, entasten, zuschneiden und stapeln können. Doch auch Manpower war gefragt. „Wir waren mit bis zu 15 Mann gleichzeitig hier.“

Völlig verändertes Landschaftsbild

Die Abholzung hat das Landschaftsbild in der unteren Höllmecke – wie anderswo auch – verändert. Kahle Hänge mit vereinzelt stehen gebliebenen Laubbäumen ergeben ein völlig anderes Bild. Die Lichtverhältnisse sind nun ganz anders.

Bleibt noch der Blick auf den aktuellen Holzmarkt: Baufertiges Holz ist sehr teuer geworden, die Preise sind enorm gestiegen. Allerdings hat sich das auf den Preis für das Rohmaterial noch nicht so richtig ausgewirkt, wie Jan Humke auf Nachfrage erläuterte. „Erst in den vergangen vier Wochen wurden die Preise etwas besser.“ Abzuwarten und auf bessere Preise zu hoffen funktioniere nicht. „Das Holz geht aus der Qualität und wird rissig.“ Niemand wolle schließlich Bretter mit Rissen haben.

Preisanstieg durch Globalisierung

Für den Preisanstieg bei Schnittholz und Co. sei auch die Globalisierung verantwortlich, lässt Humke durchblicken. Die Sägewerke seien total ausgelastet und das fertige Holz gehe in die USA. Doch auch in Deutschland sei das Fertigmaterial begehrt. Zudem seien gewaltige Mengen an Einschlag auf dem Markt. Es stehe ein Vielfaches des üblichen Rohmaterials zur Verfügung. In Deutschland gebe es eine gewisse Unterversorgung mit Fertigholz: Generalunternehmer und Projektierer der Baubranche berichten von Materialknappheit. Ruth Echterhage (Eco.Plan): „Bauholz fehlt, ebenso wie Dämmung und Spanplatten.“

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