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Wichtige Verbindungsstraße im MK wohl nicht vor Herbst 2022 wieder frei

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Von: Peter von der Beck

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Die Höllmecke wird saniert. Der Bachlauf wird dort, wo es möglich ist, wieder in das alte Bett verlegt. Die unterspülten Stellen müssen von Grund auf neu aufgebaut werden. Wasserbausteine und bewehrte Erden an den Hängen sollen die neue Straße schützen.
Die Höllmecke wird saniert. Der Bachlauf wird dort, wo es möglich ist, wieder in das alte Bett verlegt. Die unterspülten Stellen müssen von Grund auf neu aufgebaut werden. Wasserbausteine und bewehrte Erden an den Hängen sollen die neue Straße schützen. © von der Beck, Peter

Inzwischen ist die Höllmecke zumindest für Baustellenfahrzeuge und Arbeiter mit Bauhelmen, Warnwesten und Sicherheitsschuhen begehbar. An einigen Stellen ist sogar schon die weggerissene Straße wieder aufgefüllt.

Und der riesige Schuttberg am Fuße der Höllmecke ist verschwunden. Bagger und Lastwagen der Firma Hilgenroth rumpeln hin und her. Kein Zweifel, die Sanierung der wichtigen Verbindungsstraße ins Lennetal ist in vollem Gange. Doch bis zur Fertigstellung der während der Juli-Fluten zerstörten Straße dauert es.

Viele Monate werden ins Land gehen, bis hier wieder Autos fahren. Dass der Verkehr während der Bauarbeiten möglicherweise einspurig an der gigantischen Baustelle vorbeigeführt werden könnte, wie jüngst in einer Bauausschusssitzung in Neuenrade verkündet, ist wohl illusorisch. Vor Ort hieß es, dass Mindestbreiten nicht eingehalten werden könnten und der Baustellenverkehr bei einspuriger Verkehrsführung dann kaum fließen könne. Für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer sei das alles zu gefährlich.

Straßen.NRW rechnet mit Fertigstellung im Herbst 2022

Nach Informationen von Julia Ollertz, Pressesprecherin von Straßen.NRW, wird die Fertigstellung der Höllmecke etliche Monate dauern. Der Landesbetrieb ist mit Prognosen vorsichtig und geht von Herbst 2022 aus.

An der einen oder anderen Stelle werden sogar richtige Überquerungen und ein neues Bachbett gebaut
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An der einen oder anderen Stelle werden sogar richtige Überquerungen und ein neues Bachbett gebaut . © von der Beck, Peter

Die Bauarbeiten sind umfassend: Die Straße ist an einem halben Dutzend Stellen vom Bach weggerissen worden, teilweise bis zu einer Tiefe von schätzungsweise zwei Metern. Auch großflächig unterspült ist die Asphaltdecke an etlichen Stellen. Auch die gegenüberliegende Straßenseite ist vielerorts zum Teil metertief unterspült, die Drainage-Rohre waren einfach weggerissen worden. Besonders viel Arbeit gibt es an der Bachseite. Dort hat sich der Bach durch die Wassermassen und Stauungen – hervorgerufen durch einen Mix aus Geröll, Schlamm und Pflanzenresten – ein neues Bett gesucht und muss in das alte verlegt werden. Wo das funktioniert, ist das eine Sache von Baggern und einer Art Planierraupen. Das wieder neu angelegte Bachbett wurde vermessen, entsprechende Markierungen wurden angebracht. Die Sprecherin von Straßen.NRW betonte, dass die Bauarbeiten im und um den Bach in enger Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde erfolgten.

Besserer Schutz durch Wasserbausteine

Die neue Straße wird durch Wasserbausteine in den Kurven vor dem Bach geschützt, zudem werden einige Steilhänge „mit bewehrter Erde“ befestigt, erläuterte Polier Rolf Sperling.

Walzen werden zur Verfestigung des Untergrundes eingesetzt.
Walzen werden zur Verfestigung des Untergrundes eingesetzt. © von der Beck, Peter

Straßen.NRW-Vertreter René Voigt verwies noch darauf, dass es im Gegensatz zum Vor-Unwetter-Zustand mehr Anschlüsse an die Drainage geben werde. Ob die Sanierung der Straße bei einem erneuten Starkregen etwas bringt – da sind die Fachleute skeptisch. Voigt sagte: „Wie lange das hält, das zeigt uns die Natur.“ Apropos Natur: Dass die zumindest im Bach Höllmecke ziemlich intakt ist, zeigt der Fund eines Hilgenroth-Mitarbeiters bei den Bauarbeiten. Einen sicher handlangen Fisch brachte er bachabwärts in Sicherheit und hofft natürlich, dass das Tier die Bauarbeiten nun überleben wird.

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