„Wichtige Begehung“ der Innenstadt

Die Kommunalpolitiker beim Außentermin.

NEUENRADE ▪ Es war offensichtlich eine Innenstadtbegehung mit Aha-Effekt. Die Mitglieder des Stadtentwicklungausschusses konnten zum Teil die Auswirkungen ihrer eigenen Entscheidungen begehen: Die Entstehung eines weiteren Stadtkerns rund um den ehemaligen Vaterlandkomplex mit seiner kleinen Einkaufspassage, die den Discounter/Bäcker-Komplex perfekt ergänzt.

Und sie hörten, dass es von Neuenrader Einzelhändlern reichlich Anfragen nach Räumlichkeiten gibt.

Sie konnten aber auch leibhaftig erfahren, was es heißt, an der Ersten Straße bei erhöhtem Verkehrsaufkommen einzukaufen, oder sich mit einer größeren Personengruppe über den Bürgersteig der Ersten Straße zu bewegen. Sie gewahrten die akuten Leerstände und die kaschierten Leerstände. Aufschlussreich auch der Gang durch die idyllische Zweite Straße: Hübsche, gepflegte Ecken konnten sie genauso bewundern, wie Löwenzahnwucherungen und Vorgärten, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht gepflegt werden.

Schon während der Innenstadtbegehung kamen von Bürgermeister Klaus Peter Sasse immer wieder Anregungen. Sei es die fußläufige Anbindung des neuen Zentrums bei Vaterland an die Erste Straße. Auch sprach er von der Erhöhung des Wohlfühl- und Sicherheitsempfindens beim Besuch der Ersten Straße. Das müsse verbessert werden. Es seien eine Vielzahl von Maßnahmen denkbar, angefangen bei Begrünung bis hin zu Sicherheitsketten. Ruth Echterhage (FWG) schlug zudem vor, den „Bereich Innenstadt“ noch in Richtung Kreisverkehr oder gen Werdohl zu erweitern.

Bei der anschließenden Reflexion der Begehung sprach im Rathaussaal der Ausschussvorsitzende Jörg Hellweg den Mitgliedern des Gremiums wohl aus dem Herzen: „Ich fand es wichtig und gut. Ich habe Dinge gesehen, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Die Problemlage ist viel vielschichtiger als gedacht.“ Ähnliches war von der FWG, von CDU und SPD zu hören. Und alle möchten das Gespräch mit den Anliegern suchen – mit Hauseigentümern, Einzelhändlern, Mietern. Bürgermeister Klaus Peter Sasse arbeitete gleich einen Fahrplan aus und sprach zudem davon, „einen Planer“ für einen Innenstadkonzeption zu beauftragen. Und die Erste Straße, Werdohler Straße, Bahnhofstraße soll zur Visitenkarten der Stadt werden. Doch bevor das geschieht, sollen alle Vermieter, Mieter und Einzelhändler aus der Innenstadt zu einer Gesprächsrunde eingeladen werden. Man möchte natürlich nicht die Anregungen der unmittelbar Betroffenen missen. Danach soll festgelegt werden wie es weiter geht.

Noch in der Sitzung wurde ein Termin gemacht. Einzelhändler, Dienstleister, Vermieter aus der Innenstadt, Verwaltung und Politik sollen am 10. September, um 18.30 Uhr im Kaisergarten zusammenkommen. ▪ Peter von der Beck

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