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So feiern die Neuenrader Weihnachten

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Von: Andrea Kellermann-Michels

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Anna Cornicello und ihre Kinder Alessio und Giuliana freuen sich 2022 wieder auf ein Weihnachtsfest mit der gesamten Familie.
Anna Cornicello und ihre Kinder Alessio und Giuliana freuen sich 2022 wieder auf ein Weihnachtsfest mit der gesamten Familie. © Michels, Andrea

Neuenrade – Zwei Jahre Pandemie, Festtage mit Einschränkungen, Treffen – wenn überhaupt – mit nur abgezählter Personenzahl, Maskenpflicht, Preiserhöhungen und der Ukraine-Krieg: Dies alles hat auch die Menschen in Neuenrade zuletzt geprägt und sicherlich nachdenklicher gemacht. Darf man sich angesichts dieser Probleme und Krisen 2022 überhaupt auf Weihnachten freuen?

Oder darf die Freude darauf in diesem Jahr deshalb erst recht groß sein? Darf man sich beschenken und für einen Moment vergessen, was um einen herum passiert? Der Süderländer hat sich in der Hönnestadt umgehört.

Hochbetrieb in der Postfiliale

In der Postfiliale ist kurz vor Weihnachten Hochbetrieb, Ralf Smolnik und sein Sohn Sebastian haben alle Hände voll zu tun, denn jeder Kunde möchte natürlich, dass seine Weihnachtsgrüße noch rechtzeitig bei den Adressaten ankommen und auch die Pakete mit Geschenken und Plätzchen sollen pünktlich unterm Weihnachtsbaum liegen. „Wir machen diese Arbeit sehr gerne“, sagt Ralf Smolnik, „und mehr als in den Vorjahren werden Briefe und Karten verschickt“. Die Weihnachtsstimmung sei deutlich spürbar und nicht zurückgegangen, sondern im Gegenteil mehr geworden.

Im Kaisergarten ist alles ausgebucht

Auch im Hotel-Restaurant Kaisergarten sei in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich spürbar gewesen, wie Weihnachtsstimmung einkehrte, berichten Geschäftsführer Björn Mündelein und Küchenchef Alexander Bucher. Beide freuen sich, dass für beide Weihnachtsfeiertage alle 60 verfügbaren Plätze im Restaurant schnell ausgebucht waren. Das Team freue sich auf ein volles Haus mit netten Begegnungen. „Im Grunde geht es uns doch wirklich gut. Die Weihnachtsmärkte sind gut besucht, die Menschen können in Restaurants gehen und wir können sorgenfrei Weihnachten genießen“, findet Mündelein. In Gedanken sei er da schon bei den Menschen, denen es nicht so gut geht und die er versuche zu unterstützen.

Süditalienische Spezailitäten bei Familie Cornicello

Bei Anna Cornicello und ihren Kindern Alessio (acht Jahre) und Giuliana (zehn Jahre) ist die Freude auf Weihnachten riesig: „Endlich können wir wieder mit unserer gesamten Familie zusammen sein“, erzählen Alessio und Giuliana. Die Kinder sind sich darin einig, dass dies das Beste an diesem Weihnachtsfest werde. Immerhin kommen 17 Familienmitglieder. „In den vergangenen Jahren mussten sich die Großeltern immer aufteilen, einen Tag bei uns, am nächsten bei den Geschwistern. Das wird 2022 wieder anders“, erzählt Mutter Anna. „Es wird süditalienische Spezialitäten geben – und wir werden die Gemeinschaft genießen.“ Auch wenn die Familie das Geschehen in der Welt bedauere, so freuten sich die Kinder doch auch auf die Geschenke und ein Familienfest ohne Einschränkungen, sagt Anna Cornicello.

Rinderrouladen bei Levermanns

Auch der zehnjährige Nikita Levermann aus Affeln freut sich, in diesem Jahr wieder ganz unbedarft Weihnachten feiern zu dürfen: „Ich finde das Essen immer sehr lecker, denn bei uns gibt es traditionell Rinderrouladen.“ Doch nicht nur das gehört zur Tradition im Hause Levermann, denn die Kinder musizieren gemeinsam und eine Weihnachtsgeschichte wird von Vater Rudolf vorgelesen. Auch ein Kirchenbesuch gehört dazu. Doch das Beste für Nikita ist: „Meine Oma kommt zu uns zu Besuch.“ Während die Mutter und die Oma das Festessen zubereiten, gehen Nikita, sein Bruder und sein Vater spazieren. In diesem Jahr ist Nikita ganz aufgeregt, denn er darf beim Affelner Krippenspiel mitmachen.

In der Krise enger zusammengerückt

Die Filialleiterin der Bäckerei Kayser, Manuela Kluh, sagt: „Ich freue mich immer auf Weihnachten, das war in den vergangenen beiden Jahren nicht weniger trotz der Einschränkungen.“ Nach den Corona-Auflagen und -Einschränkungen habe sie das Gefühl, der Zusammenhalt sei wäre noch besser geworden: „Wir sind doch durch die Krise noch enger zusammengerutscht.“ So könne sie sich auch in diesem Jahr wieder auf die Festtage freuen.

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