Werte für die Gestaltung der Gesellschaft

Fangen. Namen sagen. Werfen. 18 Fünftklässler der Gertrudenschule nahmen am Kurs „Soziales lernen“ teil. Vertreter der CDU – hier Alexander Klinke – besuchten das Seminar.

NEUENRADE ▪ Wenn Familien durch Soaps ersetzt werden und die Sozialisation der Kinder der Fernseher übernimmt – fehlt es immer häufiger an immer mehr: Benehmen. Tischmanieren. Werte.

„Es ist ein negativer Trend. Wir müssen immer tiefer stapeln“, sagt Daniel Enzmann. Der Jugendreferent des Kreisdekanats Altena-Lüdenscheid betreut seit Jahren die Kurse „Soziales lernen“.

Diese finden in der Jugendbildungsstätte Don Bosco Hagen-Rummenohl statt. Auch Kinder von der Gertrudenschule besuchen die Kurse – ermöglicht durch Mittel des Rotary Clubs.

Am Donnerstag besuchte eine Delegation der CDU die Hauptschüler und ließ sich über das Projekt informieren.

Enzmann sagte, dass viele der teilnehmenden Fünftklässler noch nie von zuhause weggewesen wären und daher viele Dinge wie Tischmanieren nicht beherrschten. „Bei manchen scheitert es sogar beim Toilettengang“, erklärte Daniel Enzmann. Dem ersten Lachen folgte Ernüchterung in der Runde der Neuenrader Kommunalpolitiker.

Da schon so elementare Dinge nicht zum Verständnis vieler Kinder und Jugendlichen gehöre, seien solche Kurse immer wichtiger, erklärte Enzmann.

Auch Schulleiter Volker Grünberg bestätigt die Sinnhaftigkeit des Projektes Soziales lernen. Die Zehn- bis Zwölfjährigen seien eine Woche von Zuhause weg – in dieser Zeit erlernten sie viele wichtige Dinge: Manieren. Respekt und dass Gewalt keine Lösung ist.

Alexander Klinke, CDU-Fraktionschef und Rotary-Mitglied, sprach von einem Kurs, der die Kinder für das Leben prägt. „Das sind Werte, die wichtig sind für die Gestaltung der Gesellschaft.“

Wichtig seien die Ausprägung von Vernunft, Ethik und Zivilcourage – spielerisch lernten die 18 Kinder der Hauptschule den Umgang untereinander.

Konkret sollen die Schüler ihre eigenen Stärken kennenlernen, eigene Standpunkte finden, formulieren und – gewaltfrei – vertreten. Zudem trainierten die Kinder Probleme nicht einfach hinzunehmen, sondern anzugehen. Der Rotary Club ermöglicht bereits im zehnten Jahr die Kurse. ▪ Matthias Clever

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