Sicherheitsdebatte: Ordnungsamt wird verstärkt

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Auf Neuenrades Straßen soll es bald wieder sicherer zugehen. ▪

NEUENRADE ▪ Der Hauptausschuss wurde am Mittwochabend Abend zu einem guten Teil von der aktuellen Sicherheitslage in Neuenrade bestimmt. Die CDU hatte einen Antrag gestellt. Demnach sollte die Verwaltung die Situation analysieren und darlegen, was die Stadt finanziell und rechtlich in Sachen Sicherheit unternehmen könne.

Am Ende zauberte Bürgermeister Klaus Peter Sasse eine mit seinem Fachpersonal erarbeitete Lösung aus dem Hut, welche die eine oder andere Situation entschärfen könnte. Demnach wird ein Mitarbeiter des Werdohler Ordnungsamtes (seit 13 Jahren) auf 450 Euro Basis eingestellt. Der Fachmann ist dann entsprechend autorisiert, soll auch von beeindruckender Statur sein, kenne sich in Neuenrade aus, weil er dort zehn Jahre gewohnt habe. Zudem sei er bereit, zu unkonventionellen Zeiten und an den entsprechenden neuralgischen Orten (die Rede war von bestimmten gastronomischen Stellen) zu kontrollieren und durchzugreifen. Rund 30 Stunden pro Monat soll der Ordnungamtsmitarbeiter investieren.

Es war ein klare Sache: Die Fraktionen stimmten der Einstellung des Mannes zu. Natürlich wurde das alles mit dem Werdohler Bürgermeister Siegfried Griebsch abgestimmt, der schließlich seinen Segen gab. Später soll dieser personelle Einsatz mit der „aufsuchenden Jugendarbeit“ kombiniert werden – wenn denn ein Streetworker (zwei Ausschreibungen scheiterten) gefunden wird.

Bleibt noch der Hinweis auf die greifbare Enttäuschung, welche die Antwort des Landrates auf die Neuenrader Anfrage zur Sicherheitslage in Neuenrade (wir berichteten) bei Politikern und Verwaltung hervorgerufen hatte. Der Tenor des Landratschreibens: Verstärkt Streife fahren, Einsatz von Zivilkräften.

Übrigens: Beibehalten werden nun die regelmäßigen Kontrollen durch einen privaten Sicherheitsdienst in bestimmten Stadtgebieten (Niederheide, Bahnhof) welche ohnehin seit fünf Jahren durchgeführt werden.

Ansonsten sehen die Fraktionen die aktuelle Sicherheits-Problematik sachlich. Von Bürgerwehren hält kein Ausschussmitglied etwas. Die Grünen raten zu mehr Gelassenheit; die FDP verweist auf die Zuständigkeit des Landesinnenministers; die FWG mahnte die Betroffenen nicht zu vergessen und die SPD sieht das aktuelle Maßnahmenpaket mit Ordnungsamt und Streetworker als Präventionsmaßnahme. ▪ Von Peter von der Beck

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