Frieden ist nicht selbstverständlich

Antonius Wiesemann forderte, Erinnerungen zu bewahren.

Neuenrade - „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Bürgermeister Antonius Wiesemann in seiner Gedenkansprache anlässlich des Volkstrauertages und erinnerte in seiner Rede an die vielen Millionen Menschen, die durch Kriege, Verfolgung und Diskriminierung zu Tode gekommen sind.

Nachdem die feierliche Kranzniederlegung am Friedensstein stattgefunden hatte, trafen sich die Menschen in der Aula des Schulzentrums an der Niederheide zur traditionellen Gedenkfeier.

Mit dem ebenso rockigen aber stimmungsvollen Titel „Where have all the flowers gone“ eröffnete die Band der Gemeinschaftsschule das musikalisch geprägte Programm. Der Neuenrader Shalomchor und Pianistin Carmen Verley rundeten den musikalischen Teil der Feierlichkeiten ab.

Die jüngeren Generationen würden den Krieg nur noch aus Erzählungen oder den Nachrichten kennen, erklärte Bürgermeister Antonius Wiesemann. So weit weg, wie die kriegerischen Auseinandersetzungen auf diese Weise wirkten, seien sie aber nicht, mahnte der erste Bürger der Stadt. Schließlich würden immer wieder deutsche Bürger im Auslandseinsatz zu Tode kommen und Familien hier in unserem Lande um ihre Angehörigen trauern.

Um den Frieden zu bewahren, sei es von großer Bedeutung, so Wiesemann, dass die jüngeren Generationen die Erinnerungen bewahren. Man müsse die Menschen hinsichtlich der Bedeutung des Friedens immer wieder sensibilisieren, forderte der Bürgermeister. Mut für die Zukunft mache die Tatsache, dass sich junge Menschen für die Umstände interessieren – so wie zum Beispiel die Gruppe, die jährlich die Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn besuche.

Wiesemann wünscht sich in Neuenrade und der Republik eine Willkommenskultur, gekennzeichnet von Mitmenschlichkeit und Toleranz. Flüchtlinge sollen sich wohlfühlen können, meinte der Bürgermeister. - maj

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