Weniger Gottesdienste in der St. Michael-Pfarrei

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Pater Irenäus Wojtko kündigte neue Gottesdienstzeiten für die Katholiken seiner Pfarrei an.

Neuenrade/Werdohl - An neue Zeiten für die Gottesdienste  müssen sich die Katholiken in Neuenrade und Werdohl bereits ab kommendem Monat gewöhnen. Das teilte Pater Irenäus Wojtko am Samstagabend bei der Pfarrversammlung der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade mit.

Notwendig sei dieser Schritt, begründete der Geistliche vor gut 60 Zuhörern im Neuenrader Phillip-Neri-Haus, weil die Zahl der Katholiken in der Pfarrei zwischen 2006 und 2018 um satte 21 Prozent gesunken sei (von 7755 auf 6113). „Ich halte unter der Woche manchmal Gottesdienste für nur ein oder zwei Leute“, unterstrich er.

Zwar sei die Situation mit drei Priestern in der Pfarrei personell gesehen vergleichsweise komfortabel, andererseits müssten sie alle drei oft Vertetungen übernehmen und dafür bis sogar nach Gummersbach fahren. „Zudem möchten wir im Hinblick auf Berufstätige mehr Gottesdienste in den Abendstunden anbieten.“

Zuvor hatte Claudia Kaluza ausgeführt, dass die Pfarrei neue Gottesdienstformen ausprobiere, beispielsweise zum Valentinstag ein eigener Gottesdienst für Verliebte. „Wir wollen Suchenden eine Brücke zur Kirche bauen“, begründete sie derartige Initiativen.

Und das sind die neuen Gottesdienstzeiten, die ab 1. Juni für die Katholiken der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade gelten:

Montag: 18 Uhr, St. Michael

Dienstag: 8.30 Uhr, St. Michael

Dienstag: 18 Uhr, St. Mariä Heimsuchung (ab 17 Uhr eucharistische Anbetung mit Beichte)

Mittwoch: 15 Uhr, St. Mariä Heimsuchung

Mittwoch: 17.15 Uhr, St. Petrus Canisius

Donnerstag: 8.30 Uhr, St. Michael

Donnerstag: 8.30 Uhr, St. Mariä Heimsuchung (nur am 1. Donnerstag im Monat)

Freitag: 18 Uhr, St. Michael (ab 17 Uhr eucharistische Anbetung mit Beichte)

Samstag: 18 Uhr, Vorabendmesse St. Michael

Sonntag: 8 Uhr, St. Mariä Heimsuchung

Sonntag: 9.30 Uhr, St. Mariä Heimsuchung

Sonntag: 11 Uhr, St. Michael

Sonntag: 17.30 Uhr, St. Petrus Canisius

Diese neuen Gottesdienstzeiten gelten zunächst befristet bis Ende September.

Für die Caritas sagte Claudia Ohrmann: „Es ist schwierig bis unmöglich neue Mitarbeiterinnen zu finden.“ Christel Kringe vom Arbeitskreis Liturgie unterstrich: „Künftig werden wir unsere Kräfte bündeln und Veranstaltungsformen nicht mehr an beiden Standorten zugleich anbieten.“

Martin Hempel vom Kichenvorstand stellte klar: „Selbst nach den besten Prognosen werden wir 2030 kein bisschen mehr Geld zur Verfügung als heute haben.“ Aufgrund einer Spende sei es dennoch möglich drei Bodenstrahler anzuschaffen, welche zukünftig nachts die St.-Michael-Kirche in Werdohl beleuchten.

Eine Teilnehmerin der Veranstaltung rief aus: „Wir können zwar an der Basis viel bewirken. Aber von oben kommt ja nichts. Die müssten sich – auch in Hinblick auf die Missbrauchsskandale – Gedanken machen, wie sie den Kirchenaustritten entgegenwirken.“

Ein anderer meinte, es sei Zeit, auch Frauen im Priesteramt zuzulassen. Mehr Personal mache auch wieder mehr Angebote möglich.

Abschließend teilte Simone Langhammer noch mit, dass die Neuenrader Pfadfinder in diesem Kalenderjahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern würden.

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