Der Caritas droht in Küntrop das Aus

Die Mitarbeiter der Caritas helfen, spenden Trost. Dafür müssen sie auch bestimmte Eigenschaften mitbringen. - Symbolfoto

Neuenrade - Diakon Gerd Eisenberg schickte einen Hilferuf an die Redaktion. Der Diakon leitet im Pastoralverbund die Caritas und es ist die Caritas Küntrop, die dringend Hilfe benötigt.

„Die seit vielen Jahren bestehende Caritaskonferenz Küntrop ist aus personellen Gründen nicht mehr in der Lage, alle Aufgaben, die sie bisher erfüllte, auch in Zukunft aufrecht zu erhalten. Eine personelle Verstärkung durch Frauen und Männer ist absolut notwendig,“ schreibt der Diakon. Bisher kümmert sich ein gutes halbes Dutzend Frauen um die caritativen Angelegenheit, denen fällt das persönliche Engagement schwer – auch aus Altersgründen.

Caritas hofft auf neue Mitstreiter

Und daher hofft man auf neue Mitstreiter. Das caritative Aufgabengebiet ist umfassend. Dazu gehörten nicht nur die beiden Sammlungen im Jahr und Geburtstagsbesuche Auch Organisation, Verwaltung, Kasse, Umgang mit dem PC und vieles mehr gehören dazu. Diakon Eisenberg nennt einige Beispiele der caritativen Arbeit.

Umfassend ist hier der Besuchsdienst: Besuche bei kranken und einsamen Menschen, Geburtstagsbesuche, Besuche an besonderen Festtagen (Weihnachten).

Vielfältige Arbeitsfelder

Vielfältige Unterstützungsarbeit fällt ebenso an: Unterstützung des Martinsumzuges, (Brezeln), Unterstützung der Messdiener zum Beispiel bei Ausflügen und Fahrten. Auch die Unterstützung der Firmlinge zählt dazu. Zum weiteren Spektrum gehört die finanzielle Hilfe für bedürftige Familien und ihre Kinder in Kindergarten, in der Schule, bei Ausflügen und Fahrten oder Kommunionkleidung.

Hilfsangebot zum Teil nicht nur Küntrop beschränkt

Die Hilfe ist zum Teil nicht nur auf Küntrop beschränkt – auch bei der Werdohler Tafel und beim Balver De Cent Laden wird man unterstützend tätig. Immer wieder hilft die Caritas finanziell: Ob Kindergarten und Jugendheim Küntrop, Kinderhospiz Balthasar oder Schwester Flerich in Bolivien. Auch in Sachen Familienhilfe und Unterstützung lernschwacher Kinder wird die Caritas tätig.

Ohne Unterstützung droht bald das Aus

Klar ist: „All diese Aufgaben können die jetzigen Küntroper Caritasdamen nicht mehr alleine stemmen“, heißt es von Diakon Eisenberg. Die Frauen benötigten Unterstützung und Mitarbeit, die Mitarbeit von Frauen und Männern und insbesondere auch von jungen Menschen. Für den Diakon ist klar: „Falls dies nicht realisiert werden kann, wird es in kürzester Zeit keine Caritas Küntrop mehr geben“.

"Offenes Auge und offenes Herz" sind gefragt

 Künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten schon Idealismus und Engagement mitbringen und die Fähigkeit und Geschick im Umgang mit Menschen haben. Sie sollten „ein offenes Auge und ein offenes Herz“ haben, formulierte es Eisenberg auf Nachfrage. Wer weitere Fragen hat und mitmachen möchte, kann sich bei Adelheid von der Linde, Tel. 0 23 94 / 13 25 melden. Diakon Eisenberg dankt der Caritas Küntrop und all ihren Mitarbeiterinnen ausdrücklich, die bis heute „mit Engagement die vielen caritativen Aufgaben ehrenamtlich gelöst haben“.

Die Caritas ist ein großer Wohlfahrtsverband, der sich selbst so beschreibt:

„Die Caritas ist mehr als eine Organisation. Sie ist eine Grundhaltung gegenüber Menschen, besonders gegenüber Menschen in Not. Ihre Wurzeln hat sie in der Liebe Jesu zu den Menschen. Wie er will sie ohne Ansehen der Nation, des Status oder der Konfession den Menschen mit Liebe und Achtung begegnen – in Deutschland und weltweit“. - vdB

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