Weiß, bodenlang und schön

Das Organisationsteam des Kommunionkleiderbasars im Neri-Haus weiß, was den Mädchen gefällt.

NEUENRADE ▪ Sich einmal wie eine Prinzessin fühlen – dieser Traum verwirklichte sich für etliche Mädchen am Samstag auf dem Kommunionkleiderbasar in Neuenrade. Aber auch die Jungen kamen dabei zum Zuge: Aus rund 30 Anzügen konnten sie sich ein schickes und passendes Outfit für ihren großen Tag aussuchen.

Über 70 Personen besuchten den vom Jugendausschuss des Gemeinderates der katholischen Kirchengemeinde St. Mariae Heimsuchung organisierten Basar im Philipp-Neri-Haus. Zudem bot der Jugendausschuss von Schuhen über Tischdekorationen, Haarschmuck oder Handschuhe allerlei Notwendiges rund um die Erstkommunion an – und das schon seit sieben Jahren.

Obwohl der Basar mittlerweile „Routine“ ist, sei es „immer wieder schön, die Kinder bei der Auswahl zu beobachten“, verrät Petra Garcia. „Das ist eine schöne Sache“, erzählt sie weiter, „wir machen das gerne.“ Gemeinsam mit Bettina Scheumann, Bärbel Hain, Simone Langhammer und Iwona Hrynaz war sie am Samstagnachmittag vor Ort, um den Kommunionkindern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Die Kleider und Accessoires stammen von Mädchen und Jungen aus dem Umkreis. Manche sind nur ein einziges Mal getragen worden, anderen sieht man die Mode aus vergangenen Jahren an. Letzten Endes ist jedoch der individuelle Geschmack entscheidend – und das sorgt so manches Mal für Meinungsverschiedenheiten zwischen den Generationen. Meistens zwischen Müttern und Töchtern, wie die Orgainsatorinnen des Basars augenzwinkernd verraten. Die Töchter behielten jedoch in nahezu allen Fällen die Oberhand, schließlich sei das betreffende Kleid ein Aushängeschild für die eigene Person. Dass die Kleider und Anzüge gebraucht sind, stört die meisten Kinder nicht. Wichtig ist ihnen nur, dass ihr Kleidungsstück schön ist.

Dass der Kleidermarkt auch in den nächsten Jahren stattfindet, untermauert die Aussage eines Vaters: Er weiß schon jetzt, dass er den Anzug, den er für seinen Sohn gekauft hat, 2013 wiederbringen und zum Verkauf anbieten wird.

Nicht verkaufte Kleider und Anzüge werden von den Anbietern wieder abgeholt. Wer seine Waren verkauft bekommt zahlt zehn Prozent des Verkaufserlöses an den Ausschuss, der damit die Jugendarbeit unterstützt werden kann. Die Kleider werden dabei im Preissegment von 40 bis 150 Euro angeboten, wobei diejenigen, die die Kleidung abgeben, den Preis selbst bestimmen. Die Neuware im Fachhandel ist allerdings erheblich teurer, was die Beliebtheit des Basares erklärt. Auch Familie Derstroff ist am Wochenende fündig geworden. Tochter Sofia hat sich in ein bodenlanges weißes Kleid verliebt: „Das ist wunderschön“, sagte sie. Und das Wichtigste: Sie fühlt sich sehr gut darin. ▪ anke

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