Gekeltert wird in Trier

Weinlese in Neuenrade: So wird der "20er"

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Weinlese im heimischen Weinberg oberhalb der Dahler Straße: Am Wochenende wurden die Weintrauben-Dolden gepflückt.

Neuenrade – Die Weinbergfreunde sind mehr als zufrieden. Was Petrus den Rebstöcken der Hobbywinzer in diesem Jahr an guten Temperaturen hat zukommen lassen, zeigte sich bei der diesjährigen Weinlese am Ergebnis: 22 Transportkisten waren mit Weintrauben-Dolden gefüllt.

Das sind weitaus mehr, als im vergangenen Jahr. Im historischen Weinberg oberhalb der Dahler Straße herrschte daher eine „Stimmung wie zu besten Zeiten“ zog Klaus Peter Sasse ein erstes Fazit der Weinlese. 

Reges Treiben in den 13 Parzellen bestimmte am Wochenende die Szene, fleißige Hände holten die Dolden von den Reben und legten sie in die rechteckigen Kunststoffbehälter. Im insgesamt 1000 Quadratmeter großen Weinberg waren die Parzellenbesitzer präsent, die Mehrzahl von ihnen hatte sich sogar personelle Verstärkung mitgebracht. Zum erweiterten Arbeitsteam zählten Söhne, Töchter, Enkelkinder und natürlich gute Freunde. Spätestens nach dem ersten Probieren waren sich alle einig, dass die Trauben den richtigen Eigengeschmack haben. 

Ergebnis "mindestens so gut wie im letzten Jahr"

Das Führungsteam um Klaus Peter Sasse wertete das Ergebnis „mindestens so gut wie im letzten Jahr“. Im vergangenen Jahr waren etwa 200 Flaschen vom befreundeten Winzer Georg Fritz von Nell in Trier gekeltert worden. In diesem Jahr wird davon ausgegangen, dass mehr Flaschen verkorkt werden können und „wir erneut Freude an diesem guten Tropfen haben“, so Sasse. Bereits nach dem ersten Begutachten waren sich Weinliebhaber mit Helfern und der Winzer einig, dass sowohl die rote Rebsorte „Regent“ als auch die weiße Rebsorte „Solaris“ die Anforderungen für einen guten Tropfen erfüllen werden. Ihr gemeinsames und positives Fazit: „Die Trauben aus dem Sauerland sind gesund.“ 

Klaus Peter Sasse und sein Team brachten die Weintrauben nach Trier zu Winzer Georg Fritz von Nell.

Wie in den vergangenen Jahren vertrauen die Weinbergfreunde beim Keltern erneut auf das fachliche Können von Georg Fritz von Nell. Es ist jetzt das zwölfte Mal, dass der Winzer den Neuenrader Wein keltert. Der Winzer aus Trier hat in Fachkreisen und bei Weinkennern einen guten Namen. Georg Fritz von Nell wird auch den Neuenrader Jahrgang 2020 keltern. Bereits im Vorfeld haben einige Neuenrader ihr Interesse an einer Flasche Wein aus dem heimischen Weinberg bekundet. Auch fiel die Prognose des Fachmanns im Vergleich zu den vorjährigen Ergebnissen vielversprechend aus. 

"20er" kann Anfang 2021 erstmals probiert werden

Am Wochenende wurden die Trauben wieder von dem hauseigenen „Neuenrader Weintraubentransport Sasse & Krönke“ nach Trier gebracht. Anfang kommenden Jahres werden die heimischen Weinbergfreunde ihren „20er“ erstmals probieren können.

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