Weihnachtskonzert der „Southland Voices“ in der Lambertus-Kirche

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Der Barbershop-Frauenchor „Southland Voices“ veranstaltete am Freitag ein Weihnachtskonzert in der Lambertus-Kirche in Affeln.

Affeln - Wer das Kirchenjahr ernst nimmt, baut den Weihnachtsbaum nicht sofort nach dem Fest wieder ab. Weihnachten dauert bekanntlich bis Mariä Lichtmess am 2. Februar. Der Appell zu Besinnung und Einkehr sollte deshalb den 26. Dezember überleben.

Das Konzert des Barbershop-Frauenchores „Southland Voices“ in der Lambertus-Kirche in Affeln bot am Freitag einen solchen besinnlichen Moment. 

Zu Gast hatten die Frauen zum Jahresabschluss den Männerchor „Reine Männersache“, der sich mit einem Schlaflied für das Jesuskind und der Mahnung „Whisper, Whisper!“ sehr besorgt um den Schlaf des neugeborenen Heilands zeigte. 

Auf seiner Harfe sollte auch der kleine David spielen – gefällige und nicht ganz so bekannte Musik zum Weihnachtsfest, die Freude machte. Da durften die Sänger von „Reine Männersache“ getrost auch noch zwei Hits hinzufügen: Mit Gospel-Schwung ließen sie mit Josuahs Hilfe die Mauern von Jericho einstürzen und besangen das Dauergrün, das sich dem in diesem Jahr so scheußlich grauen Winter entgegenstemmt: „Oh Tannenbaum“. 

Bunte Mischung der Musikstücke

Die „Southland-Voices“ hielten es ähnlich wie die Männer und boten eine bunte Mischung aus bekannten und weniger bekannten Melodien: das schöne „You raise me up“ und „Jingle Bells“, das filmerprobte „Carol of the Bells“ und „Wunderschöne Weihnachtszeit“ nach Felix Mendelssohn Bartholdys Melodie zu „Hark the Herald Angels sing“. 

Vor allem aber präsentierten die „Southland Voices“ unter dem Liedtitel „Herbei, o ihr Gläubigen“ ein kleines Weihnachtsoratorium mit der Geschichte von Bethlehem und seinen Hirten und dem neugeborenen Kind in der Krippe. Darin eingelagert waren viele musikalische Kostbarkeiten der Weihnachtszeit von „O Bethlehem, du kleine Stadt“ über „Maria durch den Dornwald ging“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ bis zu „Stille Nacht“. 

Entdeckungen, die nicht jeder still mitsingen konnte

Dazu kamen Entdeckungen, die nicht jeder still mitsingen konnte: Ein „Jauchzet ihr Himmel“ aus dem Stralsunder Gesangbuch, „Hör doch, es klopft an deiner Tür“ von Karl Haus und „Sind die Lichter angezündet“ von Hans Sandig. Frank Rohrmann, der beide Chöre leitete und auf der Orgel begleitete, lieferte die ergänzenden Rezitative – teilweise recht frei nach dem Lukasevangelium. 

Dazu gab es ein gesprochenes Lob auf die positive Kraft des Wartens auf Weihnachten – das ist ja nun vorbei. Doch das Konzert war ein schöner Baustein für jene Art der Einkehr, die man sich auch nach dem eigentlichen Weihnachtsfest gönnen sollte. 

Die Gemeinde sang passend dazu, gemeinsam mit den beiden Chören, ein kraftvolles „O du fröhliche“.

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