Schon längst bei den Weihnachtsvorbereitungen

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Christiane Frauendorf mit ihren Weihnachtsartikeln. ▪

NEUENRADE ▪ Während die Neuenrader noch die spätsommerliche Wärme genießen, hat im Einzelhandel längst die Weihnachtszeit begonnen. Die Kunden merken das daran, dass spätestens Anfang September die ersten Spekulatius-Plätzchen im Supermarkt liegen. Doch manche Geschäftsinhaber kümmern sich schon seit Januar um das neue Sortiment.

„Die Order und die Vorbereitungen sind bereits komplett abgeschlossen“, sagt Christiane Frauendorf, die das Deko-Geschäft zuhause leben betreibt. Im Januar hat sie auf der internationalen Fachmesse „Christmasworld“ das Angebot für die kommende Weihnachtszeit ausgesucht. Auch nach Dänemark fährt sie jedes Jahr, um dort ihr Sortiment zu ergänzen, geliefert wird die Ware von August bis Oktober.

Seit sechs Jahren hat Christiane Frauendorf ihr Geschäft in der Eulengasse und hat von Anfang an einen skandinavischen Schwerpunkt gesetzt. Große Trendverschiebungen bei der Adventsdekoration hat sie noch nicht erlebt: „Die Weihnachtssachen bleiben sich treu.“

Auch sie selbst setzt gerne auf „Klassiker“, wie sie sagt: „Die kann man jedes Jahr ergänzen, statt immer wieder von vorne anzufangen.“ Die dänischen Artikel haben für sie das gewisse Etwas: Glaskugeln mit Facettenschliff und besondere Schleifenbänder heben sich vom hiesigen Angebot ab. „Und es gibt sehr gute Kerzen aus Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Die haben ein ganz spezielles Rot.“

Auch das wichtigste Deko-Element zur Weihnachtszeit ist ein Full-Time-Job über das ganze Jahr: der Tannenbaum. Besonders in der Vegetationsperiode von Mai bis September sind die Pflanzen sehr pflegeintensiv. „Wildkräuter und Gras wachsen in die Bäume hinein“, erklärt Baumschulenbetreiber Toni Wiesemann. Damit die Pflanzen genug Luft bekommen, muss er sie regelmäßig ausmähen. Auch auf Schädlinge wie den Borkenkäfer kontrolliert er die Bäume ständig.

Das Neuenrader Elektrogeschäft Filter hat schon im Februar die Bestellungen für Weihnachtsschmuck und besonderes Porzellan verschickt. „Lichterketten haben wir kurz nach den Sommerferien nachbestellt“, berichtet Verkäuferin Edeltraud Große-Schunk. Den Laden schmücke sie erst nach Totensonntag adventlich. „Zu spät dürfen wir damit aber nicht dran sein. Sonst gehen die Kunden schon woanders hin.“

Christiane Frauendorf hat kein Problem damit, sich mitten im Sommer auf Weihnachten vorzubereiten. „Ich kann sofort umschalten“, erzählt sie. Auch ihren Kunden gehe es ähnlich, hat sie festgestellt: Als im Juni und Juli das Wetter alles andere als sommerlich war, fragten viele Neuenrader schon nach der Weihnachtsausstellung, die sie im November organisieren wird. „Die Leute hatten wohl schon Sehnsucht nach Kaminfeuer.“ ▪ Constanze Raidt

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