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Wegen Sprengungen: Kommen Öffnungszeiten für Sparkassen-Automaten in MK-Stadt?

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Von: Michael Koll

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Kai Hagen, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis, blickte bei der Versammlung zurück auf das von Corona geprägte Geschäftsjahr 2021. Er äußerte sich außerdem zur Zukunft der Sparkassenstandorte und Geldautomaten.
Kai Hagen, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis, blickte bei der Versammlung zurück auf das von Corona geprägte Geschäftsjahr 2021. Er äußerte sich außerdem zur Zukunft der Sparkassenstandorte und Geldautomaten. © Koll, Michael

„Wir wollen nicht alle Geldautomaten von 20 bis 7 Uhr schließen“, versicherte Kai Hagen bei der Sitzung des Sparkassen-Zweckverbandes am Donnerstagnachmittag im Hotel Kaisergarten auf Nachfrage. In einer Stadt ist die Sache aber speziell.

Neuenrade – Ein Mitglied des Zweckverbandes hatte sich bei dem Vorstandsvorsitzenden der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis nach Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf Automatensprengungen erkundigt. Hagen ergänzte seine Ausführungen: „Aus Sicherheitsgründen müssen wir lediglich überlegen, was wir in Nachrodt-Wiblingwerde machen, von wo aus die Täter schnell über die Autobahn weg können.“

Weg fällt vielleicht auf längere Sicht auch der Sparkassen-Standort in Kleinhammer, räumte der Vorsitzende auf eine weitere Nachfrage hin ein, dass es Pläne für einen Verkauf des Gebäudes gebe. „In der nahen Zukunft bleibt die Filiale aber erst einmal sicher erhalten.“

Mit dieser für Werdohler Kunden guten Nachricht endete eine gut einstündige Versammlung, in welcher Kai Hagen ausführlich über den Jahresabschluss der heimischen Sparkasse mit Standorten in Werdohl, Neuenrade, Balve, Plettenberg, Altena und Nachrodt-Wiblingwerde referiert hatte.

Der Kassen-Chef hatte einen hohen Überschuss festgestellt und deshalb eine Ausschüttung an die Kommunen einer- sowie die Einstellung einer Sicherheitsrücklage andererseits angekündigt.

Zunächst aber rief Hagen in Hinblick auf die Vorgänge in der Ukraine aus: „Nichts rechtfertigt einen solch aggressiven Angriffskrieg. Ich weiß, dass wir uns hier alle darüber einig sind.“ Dann ging er ein auf das Geschäftsjahr 2021, „welches nochmals geprägt war durch die Corona-Pandemie“. Hagen freute sich allerdings, „dass wir das einzige Kreditinstitut waren, welches zu jeder Zeit alle Betriebsstellen geöffnet behielt“. Gleichwohl sei es gelungen, „dass sich bis heute keiner unserer Mitarbeiter im Kundenverkehr mit Corona infiziert hat“.

Dann thematisierte Hagen die Minuszinspolitik der europäischen Zentralbank (EZB): „Das ist eine Enteignung light“, befand er. Er verdeutlichte: „Sparen muss sich lohnen. Kapital muss sich verzinsen.“ Und er zeigte sich davon überzeugt, „dass die EZB diese Strafzinsen noch in diesem Jahr eliminieren wird“.

Schließlich habe sich der Markt von den Corona-Einschränkungen unterdessen erholt. Für den Raum Märkischer Kreis verzeichnete die Sparkasse im Berichtszeitraum einen Bilanzgewinn in Höhe von 6 535 491,98 Euro. Im Jahr zuvor lag der Bilanzgewinn noch bei nur 3,327 Millionen Euro.

Folglich werde die Ausschüttungssumme, die im ersten Coronajahr auf lediglich 600 000 Euro abgesenkt worden war, wieder auf 1 050 000 Euro erhöht, kündigte der Vorstandsvorsitzende an. Und 5,485 Millionen Euro könne die Sparkasse zudem in die Sicherheitsrücklage einstellen.

Konkret erhalte die Stadt Werdohl gerundet 201 900 Euro, Neuenrade 170 700 Euro, Balve 140 900 Euro, Plettenberg 351 900, Altena 206 400 Euro und Nachrodt-Wiblingwerde 41 200 Euro.

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