Waldorfschule reagiert auf Hilferuf

Wasserschaden: Tagesmütter müssen umziehen

Sie fühlen sich in einem ungenutzten Trakt der Waldorfschule pudelwohl: Die Tagesmütter Tanita Gerigk (links) und Natividad Moch und ihre Schützlinge genießen die unmittelbare Nähe zur Natur auf dem Remmelshagen.
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Sie fühlen sich in einem ungenutzten Trakt der Waldorfschule pudelwohl: Die Tagesmütter Tanita Gerigk (links) und Natividad Moch und ihre Schützlinge genießen die unmittelbare Nähe zur Natur auf dem Remmelshagen.

Ein Wasserschaden stellt jeden Mieter und Hausbesitzer vor Herausforderungen. Wenn aber eine Kindertagespflegestelle betroffen ist, sind die Probleme noch bedeutend größer.

Die Tagesmütter Natividad Moch und Tanita Gerigk mussten sich auf die Suche nach einem alternativen Betreuungsort begeben – fündig wurden sie in der Waldorfschule.

„Es geht ja nicht nur um unsere Arbeit, sondern auch um die der Eltern, die auf die Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind“, stellt Natividad Moch fest. Normalerweise kümmert sie sich mit ihrer Kollegin Tanita Gerigk am Rüterbruch um neun Kinder im Alter bis zu drei Jahren. Seit Beginn der Woche werden weniger Kinder betreut – bedingt durch die Corona-Notbremse des Bundes. Vier ihrer Schützlinge konnten die Tagesmütter am Montag auf dem Remmelshagen begrüßen.

Trakt wird nicht für schulische Zwecke genutzt

Tagesmütter und -kinder haben es sich in einem Trakt der Walddorfschule gemütlich gemacht, der nicht für schulische Zwecke genutzt wird. „Das war eine Voraussetzung dafür, dass wir Hilfe anbieten konnten“, erklärt Klaus Giljohann, kaufmännischer Geschäftsführer der Waldorfschule Neuenrade. Denn ansonsten wäre das Hygienekonzept der Schule gefährdet gewesen. „Doch zu diesem ungenutzten Flügel gibt es einen separaten Zugang und somit keine Berührungspunkte zu Schülern und Lehrer auf dem Schulgelände“, erklärt Giljohann.

Die Tagesmütter sind dankbar, dass Giljohann Hilfe angeboten hat. „Wir mussten feststellen, dass es in Zeiten der Corona-Pandemie besonders schwierig ist, eine Ausweichmöglichkeit zu finden“, erzählen die Tagesmütter. Deshalb seien sie dem Geschäftsführer der Waldorfschule sehr dankbar. Das gelte auch für das Jugendamt, das sofort auf den Hilferuf reagiert habe.

Schon die zweite Woche auf dem Remmelshagen

Für die Tagesmütter und ihre Schützlinge hat inzwischen bereits die zweite Woche auf dem Remmelshagen begonnen. „Und man muss sagen, dass wir aus der Not eine Tugend gemacht haben“, unterstreicht Natividad Moch. Die Nähe zur Natur und zum Wald, die Schafe gleich nebenan: „Für die Kinder ist es beinahe wie eine Walderlebniswoche, ein kleiner Urlaub. Wir fühlen uns hier sehr wohl.“

Am Rüterbruch werde unterdessen nicht nur der Wasserschaden behoben, berichten die Tagesmütter. „Auch auf dem Außengelände hat sich einiges getan. Wenn wir zurückkehren, bieten sich für die Kinder noch mehr Möglichkeiten als bisher.“

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