Hohe Inzidenzahlen im Kreis

Was wird aus der Freibadsaison 2021? Die Verantwortlichen äußern sich

Bleibt das Schwimmerbecken im Neuenrader Freibad im Friedrichstal in dieser Saison coronabedingt komplett gesperrt? Die Verantwortlichen der Stadt sind noch zuversichtlich, auch in diesem Jahr Badegäste empfangen zu können.
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Bleibt das Schwimmerbecken im Neuenrader Freibad im Friedrichstal in dieser Saison coronabedingt komplett gesperrt? Die Verantwortlichen der Stadt sind noch zuversichtlich, auch in diesem Jahr Badegäste empfangen zu können.

Mitten in der dritten Corona-Welle können Werdohler und Neuenrader, die sich auf Freibadbesuche freuen, nur abwarten wie sich die Pandemie weiter entwickelt – und auf sinkende Infektionszahlen hoffen. Auch die Verantwortlichen der Bäderbetriebe Werdohl und der Stadt Neuenrade hängen in der Luft.

„Wenn es ein Ziel gibt, worauf wir hinarbeiten können, dann werden wir reagieren. Ansonsten können wir nichts tun“, stellt Werdohls Bäderbetriebs-Chef Frank Schlutow fest. Er erinnert sich an die Hängepartie des vergangenen Jahres. Mitte April 2020 musste Schlutow noch davon ausgehen, dass die Freibadsaison coronabedingt komplett gestrichen wird. Doch dann war die Zahl der Neuinfektionen rückläufig – und Freibäder durften ab dem 20. Mai öffnen, wenn ein entsprechendes Hygienekonzept vorlag. Diese Information erreichte nicht nur den Werdohler Bäderchef relativ kurzfristig. Ein entsprechende Hygienekonzept nach den Vorgaben der Landesregierung wurde erarbeitet – am 10. Juni konnte das Ütterlingser Freibad in die Corona-Saison starten.

„Ob das in diesem Jahr auch so sein wird, weiß aber niemand“, sagt Schlutow. Auch aufgrund der Witterung hätten bisher in der Freibad-Anlage noch keine Pflegearbeiten stattgefunden. Die Reinigung der Becken oder gar das Einlassen des Wassers seien nicht sinnvoll, wenn man nicht wisse, ob und wann geöffnet werden dürfe. „Sobald Wasser im Becken ist, müssten auch die Pumpen ständig laufen“, erklärt der Chef der Bäderbetriebe.

Hallenbad wäre relativ schnell betriebsbereit

Im Gegensatz dazu sei das Hallenbad relativ schnell betriebsbereit; mit etwa einer Woche Vorlauf. „Die Anlage läuft im Minimalmodus und wird von mir per Fernüberwachung kontrolliert“, schildert Frank Schlutow. So könne man kurzfristig reagieren – auch für den Fall, dass das Schulschwimmen wieder erlaubt werde.

Das Becken des Neuenrader Hallenbades auf der Niederheide ist dagegen komplett trocken. „So entstehen uns keine Kosten“, sagt Kämmerer Gerhard Schumacher, der auch Ansprechpartner in Sachen Hallen- und Freibad ist. Er gehe nicht davon aus, dass Schulschwimmen in naher Zukunft wieder stattfinden dürfe: „Bei unserer weiteren Planung wollen wir zunächst die Einführung der Corona-Notbremse und die weitere Entwicklung abwarten.“

Gerhard Schumacher gibt sich optimistisch

Im Gegensatz zu Frank Schlutow ist Gerhard Schumacher allerdings zuversichtlich, was die Öffnung des Freibads im Friedrichstal angeht: „Aerosolforscher haben ja jetzt festgestellt, dass die Gefahr einer Ansteckung im Freien sehr gering ist.“ Er hoffe deshalb, dass in Neuenrade Freibadbesuche eventuell ab Mai oder Juni möglich sein könnten. „Wir haben ein gutes Hygienekonzept, das dann wieder angewandt oder, falls erforderlich, auch ergänzt werden könnte.“

Im vergangenen Jahr hatten die Verantwortlichen der Stadt Neuenrade sehr schnell reagiert, nachdem es grünes Licht für die Öffnung der Freibäder gegeben hatte: Am Pfingstsonntag, 31. Mai, tummelten sich die ersten Badegäste im Friedrichstal. Das Bad hatte als zweites Freibad in der Region nach Herscheid geöffnet. Im Vorfeld der diesjährigen Saison werden in Neuenrade momentan Reparaturarbeiten am Becken durchgeführt.

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