Warnung: Hundekot kann zur tödlichen Gefahr werden

+
Unübersehbar ist dieser Appell an Hundebesitzer, ihre vierbeinigen Lieblinge nicht frei auf dem Feld laufen zu lassen, damit sie mit ihrem Kot nicht die Wiesen verunreinigen. Das Gras wird als Futter genutzt. Hundekot kann Krankheiten übertragen.

Neuenrade - Unübersehbar prangt das Schild vor der grünen Weide. Eindeutig ist die Botschaft: Bitte keine Hunde auf die Weide koten zu lassen.

Freundlich bitten die Bauern im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband die Hundebesitzer, ihre Hunde nicht über die Flächen laufen zu lassen. Denn sollte der Hund darauf sein Geschäft verrichten, so könnte das übel ausgehen für die Nutztiere des Bauern, die mit dem Heu gefüttert werden. „Hundekot verunreinigt das Futter und kann Erreger übertragen, die bei den Tieren Krankheiten und Totgeburten verursachen können, te“, teilt der Verband mit. Mit dem Appell „Danke, dass Sie auf ihren Hund achten!“ endet der Text. 

Beim Landwirtschaftsverband heißt es unter anderem, dass der häufig in Hundekot zu findende Krankheitserreger Neosporosa caninum beispielsweise bei Rindern zu Fehl- oder Totgeburten führe. Das sei vielen Hundebesitzern sicher nicht bewusst, denn die würden Hundekot mit Kuhfladen, Gülle oder Mist gleichsetzen. Für die Wiederkäuer gefährliche Krankheitserreger befänden sich aber hauptsächlich im Kot von Fleischfressern. 

Ortslandwirt gibt Warnschilder aus

Der Ortslandwirt für Neuenrade, Ulrich Peterschulte, bestätigt das. Er schätzt, dass in Neuenrade jährlich bis zu fünf Kühe betroffen seien. Der Ortslandwirt gibt deshalb die Warnschilder an Landwirte aus. Ulrich Peterschulte bestätigt auch, dass die Gefahr dabei nicht nur von Hunden ausgehe, sondern auch von anderen Fleischfressern. 

Nicht nur wegen einer möglichen Krankheitsübertragung sind freilaufende Hunde eine Gefahr. Experten bei der Landwirtschaftkammer raten dazu, Hunde besonders jetzt im Frühjahr anzuleinen. Bodenbrütende Tiere dürften den Vierbeinern nicht zum Opfer fallen. Zudem sei es wichtig, in der Nähe von weidenden Rindern, Schafen oder Pferden gut auf den eigenen Vierbeiner zu achten. 

Schnell könne ein Hund eine ganze Herde in Panik versetzen. Selbst der stabilste Zaun halte eine panische Herde nicht auf, heißt es in der Veröffentlichung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare